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Arbeitsplatzgarantie bis zum Jahr 2010

Foto: Porsche

Update ++ Ö-Töne Bundeskanzler Schröder ++ Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche gibt seinen Beschäftigten im Stammwerk Zuffenhausen und im Vertrieb in Ludwigsburg eine Beschäftigungsgarantie bis 2010.

Dies gab der Betriebsratsvorsitzende der Porsche AG, Uwe Hück, am Mittwoch (21.6.) in Stuttgart bei einer Betriebsversammlung in Anwesenheit von Bundeskanzler Gerhard Schröder bekannt.

Von der Vereinbarung sind insgesamt rund 5.500 Mitarbeiter betroffen. Hück sagte unter dem Beifall der weit über 2.000 Mitarbeiter auf der Betriebsversammlung, die derzeitigen "Erholzeiten" bleiben erhalten. Dabei geht es um die "Steinkühler-Pause" von fünf Minuten in der Stunde. Die Beschäftigten von Porsche werden künftig "nicht umsonst länger arbeiten", sagte Hück.

Vertrag noch nicht unterschrieben

Der Standortsicherungsvertrag ist bis zur Stunde noch nicht unterschrieben, sagte Hück. Der Vorstand und der Betriebsrat seien sich aber sicher, dass er in Kürze abgeschlossen werden könne. Die Beschäftigten der Stammbelegschaft werden nach dem neuen Vertrag ihre Arbeitszeit weiter flexibilisieren und eine Erhöhung der Produktivität gewährleisten. Konkret gab Hück bekannt, dass alle 911er Sportwagen auch künftig weiter in Zuffenhausen produziert werden. Alle Motoren für Porsche würden künftig in Zuffenhausen gebaut. Dafür werde Porsche in Zuffenhausen weiter investieren und eine neue Lackiererei für 200 Millionen Euro bauen. Hück sagte an die Adresse des Porsche-Vorstandes: "Wir haben Arbeitgeber, die eine Zukunft für Deutschland unterschrieben haben, auf solche Arbeitgeber bin ich stolz."

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking betonte: "Es wird in Stuttgart-Zuffenhausen die notwendigen Investitionen geben, die den Standort sicherer machen, als er heute schon ist." Die Vereinbarung werde vor allem ein klarer Beweis für die Treue von Porsche zum Stammsitz Zuffenhausen sein. Porsche bekenne sich zum Standort Deutschland. Porsche werde auch mit der geplanten vierten Baureihe zeigen, dass Deutschland ein zukunftssicherer Produktionsstandort ist.

bundeskanzler Schröder: "Hände weg von der betrieblichen Mitbestimmung."

Bundeskanzler Schröder betonte vor den Porsche-Beschäftigten: "Wir wollen und können nicht die billigsten Löhne zahlen." Wenn die Bundesrepublik aber schon nicht zu den Ländern mit den billigsten Löhnen gehöre, dann wolle Deutschland zu den Ländern mit den innovativsten Produkten gehören.

Unter dem starken Beifall der Mitarbeiter sagte der Kanzler: "Hände weg von der betrieblichen Mitbestimmung." Schröder sagte an die Adresse der Mitarbeiter: "Porsche beweist, dass man als deutsches Unternehmen äußerst erfolgreich im internationalen Wettbewerb bestehen kann". Das Geheimnis des Erfolges seien traumhafte Fahrzeuge und eine beispielhafte Kultur des Miteinander zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern.

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