Porsche/Audi

Streit um RS-Label beigelegt

Foto: Audi 11 Bilder

Update ++ Der Streit zwischen den Schwesterunternehmen Porsche und Audi wegen der Modellbezeichnung des neuen Audi RS 6 ist beigelegt. Juristen beider Unternehmen hätten sich darauf geeinigt, dass Audi die Bezeichnung seines Modells RS 6 unverändert weiterführen darf, sagte ein Porsche-Sprecher am Mittwoch (24.9.).

Porsche hatte sich daran gestoßen, dass die Leerstelle, die Audi zwischen RS und der Zahl 6 lasse, zu groß sei. Damit werde die Bezeichnung RS als eigener Bestandteil wahrgenommen. „Und die Marken RS und RSR gehören Porsche“, sagte der Sprecher. Die Stuttgarter hatten deshalb Audi in einem Schreiben aufgefordert, die Bezeichnung zu ändern.  

Bereits Ende der 90er Jahre habe es wegen der Markenbezeichnung Diskussionen zwischen den beiden Autobauern gegeben, sagte der Porsche-Sprecher. Damals sei vereinbart worden, dass Audi die Bezeichnung RS in Kombination mit einer Zahl verwenden dürfe.

Gespanntes Verhältnis

Das Verhältnis zwischen der VW-Tochter Audi und Porsche spielt auch im Kampf um die Macht bei Volkswagen eine wichtige Rolle. Mitte September hatte Porsche seinen Anteil an der Audi-Mutter auf mehr als 35 Prozent erhöht und damit Europas größten Autobauer zu seinem Tochterunternehmen gemacht.

Wenige Tage zuvor war VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch den Porsche-Vertretern im Aufsichtsrat in den Rücken gefallen, indem er mit seiner Stimmenthaltung dafür sorgte, dass ein Antrag der Arbeitnehmerbank durchkam. Danach muss der VW-Aufsichtsrat künftig alle Kooperationen zwischen Audi und Porsche billigen. Porsche erhofft sich nach der Übernahme von VW in diesem Bereich große Synergieeffekte. In Audi-Kreisen hieß es, Piëch habe mit seiner umstrittenen Stimmenthaltung vor allem die Marke Audi schützen und verhindern wollen, dass sie zum Spielball werde.

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