Porsche Cayman GT4 RS

Baut Porsche den Über-Cayman?

Porsche Cayman GT4 und GT4 Clubsport, Tracktest, Impression Foto: Hans-Dieter Seufert 37 Bilder

Die Einstiegssportwagen von Porsche greifen auf aufgeladene Vierzylinder zurück. Einen Cayman GT4 gibt es in der 718-Baureihe bislang nicht. Aber es könnte einer kommen. Mit RS-Badge und Vierliter-Sechszylinder-Sauger.

2015 brachte Porsche den Cayman GT4 auf den Markt. Ein Sportwagen mit 3,8-Liter-Sechszylinder-Sauger – abgeleitet aus dem alten 911 Carrera S –, 385 PS und 420 Nm Drehmoment, nach dem sich die Köpfe drehten. Eine Spaßmaschine, die in den Händen von Porsche-Werksfahrern in 7:40 Minuten über die Nordschleife rockte. Christian Gebhardt blieb im Cayman GT4 im Supertest nur zwei Sekunden über der Werks-Referenzmarke.

Vierliter-Sechszylinder-Boxer mit 430 bis 450 PS

Der Cayman GT4 gehörte noch zur Baureihe 981c. Diese wurde bekanntlich vom 718 ersetzt. Boxster und Cayman treiben seither Vierzylinder-Turbomotoren an. In der Basis-Version ist es ein Zweiliter mit 300 PS. Als S-Version wächst der Hubraum auf 2,5 Liter und die Leistung klettert auf 350 PS. Das Drehmoment stieg in Porsche 718 Boxster und Cayman auf 380 Nm. Im S auf 420 Nm. Mehr Power und mehr Drehmoment: Trotzdem weinen einige Fans den alten Saugmotor-Zeiten und den Sechszylindern nach.

Vielleicht ändert sich das bald. Den Cayman GT4 hat Porsche noch nicht in die neue Baureihe überführt. Es könnte uns ein Knaller erwarten. Wie wir hören, denkt Porsche darüber nach, in den Cayman den Vierliter-Sechszylinder-Sauger zu stecken und dem ultimativen Einstiegssportwagen aus Zuffenhausen das RS-Badge zu verpassen. Zitat aus Quellen, die der Entwicklungsabteilung nahestehen: „Das könnten wir uns gut vorstellen.“

Der Motor wäre eine Ableitung aus GT3 RS und 911 R. Beide kommen auf 500 PS. Ganz so viel wird der Porsche Cayman GT4 RS nicht leisten dürfen. Sonst würde die Modellpolitik auf den Kopf gestellt werden. Wir tippen auf 430 bis 450 PS. Damit wäre genug Luft bis zu einem neuen 911 GT3. Angeblich, so Quellen, warten erste Prototypen derzeit in Weissach auf besseres Wetter, um endlich testen zu können. Ob sich der GT4 RS auf alte Tugenden besinnt, und wie der GT4 als Handschalter kommt? Oder gibt Porsche besseren Rundenzeiten vorrang, und verpflanzt wie im GT3 RS einzig ein Siebengang-PDK? Schwer zu sagen.

Ein Porsche Cayman GT4 RS könnte auch als neues Homologations-Modell für die GT4-Klasse herhalten. Porsche hat aktuell als Rennwagen den GT4 Clubsport vom Typ 981c im Aufgebot. Übrigens ausschließlich mit PDK. Sowohl BMW (M4 GT4), Mercedes (AMG GT4) und Audi (Modell wohl auf R8-Basis) bauen GT4-Autos. Da wäre es sicher nicht verkehrt, mit einem GT4 RS eine neue Plattform für den Rennsport zu schaffen. Mit größerem Spoilerwerk.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen Porsche Cayman GT4 und GT4 Clubsport im Tracktest.

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