Porsche-Chef kritisiert Job-Export

Foto: Porsche

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat die Verlagerung deutscher Arbeitsplätze ins Ausland mit Hilfe von Steuersubventionen kritisiert.

Vor Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags sagte Wiedeking am Dienstagabend (5.4.) in Stuttgart: "Es ist wenig sinnvoll, ja geradezu der Gipfel des Unsinns, wenn man in Zeiten, in denen mehr als fünf Millionen Menschen als Arbeitslose in Deutschland registriert sind, den Job-Export auch noch aus dem deutschen Steuertopf subventioniert."

Zudem zahle die EU - auch mit deutschen Beiträgen zur EU-Kasse - Zuschüsse für Firmenansiedelungen in den osteuropäischen Ländern, die den dortigen Regierungen dann dazu dienten, Firmen aus Westeuropa mit günstigen Steuersätzen anzulocken.

Deutschland könne seine Spitzenposition im globalen Wettbewerb auch nicht durch Lohn- und Sozialdumping absichern. "Wir verarmen, wenn wir asiatisch werden wollen", sagte er. Chinesische Lohnkosten wären volkswirtschaftlicher Unsinn. Mit welchem Geld solle dann der deutsche Arbeitnehmer konsumieren, fragte der Porsche-Chef. Die Lohnkosten seien nicht das eigentliche Problem in Deutschland. Als Beispiel könne Porsche gelten. Das Stammwerk stehe im Herzen des Hochlohnlandes Deutschland. Trotzdem sei Porsche weltweit erfolgreich unterwegs.

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