6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Porsche zeigt einen Elektro-Cayman

Kein Sechszylinder, kein Turbo, dafür mit E-Motor

Porsche Cayman e-volution - Sportwagen - Forschungsfahrzeug - Elektromotor Foto: Porsche 20 Bilder

Porsche legt vom alten Cayman, Typ 981c, ein Forschungsfahrzeug auf. Mit Elektroantrieb statt Sechszylinder. Der 462 PS starke Elektro-Cayman soll in 3,3 Sekunden auf 100 km/h spurten. In Serie kommt er nicht.

11.10.2017 Andreas Haupt 4 Kommentare Powered by

Die aktuellste Generation von Porsche Boxster und Porsche Cayman trägt einen aufgeladenen Vierzylinder-Motor. Mehr Leistung, mehr Drehmoment und einen besseren Durchzug erkaufte sich Porsche trotz weniger Hubraum durch Zwangsbeatmung. Sowohl Porsche 718 Boxster (S) als auch 718 Cayman (S) setzen auf Turbo-Technik. Für Puristen ein Affront. Rein technisch und ohne Emotionen betrachtet hingegen ein nachvollziehbarer Schritt.

Zwei Elektromotoren im Cayman

Mit einem Forschungsfahrzeug geht der Sportwagenbauer sogar noch einen Schritt weiter. Kein Saugmotor, kein Turbomotor, sondern zwei Elektromotoren treiben den Porsche Cayman e-volution an, der auf der wissenschaftlichen Konferenz für Elektrofahrzeuge („Electric Vehicle Symposium) in Stuttgart derzeit ausgestellt ist. Man sieht es dem silbernen Sportcoupé vom Typ 981c bereits äußerlich an. Die Seitentüren haben grüne Flächen und Linien sowie die Aufschrift Porsche Turbo Charging und 800V. Der Elektrosportwagen trägt neongrün gefärbte Felgenringe und neongrüne Bremssättel. Porsche verbaut die Keramikbremsanlage. Die aber offensichtlichsten Unterscheidungsmerkmale zwischen einem Cayman mit Verbrennungsmotor und einem mit Elektroantrieb finden sich im Heck. Einerseits trägt der Elektro-Sportwagen eine Ladevorrichtung. Andererseits fehlt ihm der Auspuff. Endrohre sucht man am Porsche Cayman e-volution vergebens.

Porsche Cayman e-volution - Sportwagen - Forschungsfahrzeug - Elektromotor Foto: Porsche
Die Fakten zum elektrischen Cayman: 38 kWh Batteriespeicher, 200 Kilometer Reichweite, 462 PS und 200 km/h Maximalgeschwindigkeit.

Batterien mit einer Speicherkapazität von 38 Kilowattstunden (kWh) dienen dem Sportcoupé als Kraftquelle. Die Speicher, die das E-Auto schwerer als das Pendant mit Verbrennungsmotor machen, wiegen 365 Kilogramm und sind nicht im Unterboden eingelassen. Dafür hätte Porsche das Auto einen Tick höher setzen müssen. Zwar ist der Unterboden neu ausgekleidet, trotzdem verbaute man die Batterien an einer anderen Stelle. Dort, wo vorher der Sechszylinder werkelte, steht jetzt ein Batterieturm. Im Kofferraum befinden sich Leistungselektronik und Steuergeräte. Im Forschungsfahrzeug muss man kein Gepäck unterbringen. Außerdem müssen die Techniker bei Problemen oder für Änderungen schnell an die Komponenten herankommen. Zu sehen ist von all dem nichts. Eine Abdeckung verdeckt die Elektro-Identität unter der Karosserie.

Porsche legt die Leistung der Elektromotoren auf 340 Kilowatt oder 462 PS fest. Die E-Motoren sitzen an der Vorderachse und Hinterachse. Die vordere Maschine leistet 140 kW, die hintere 200 kW. Der elektrische Cayman soll in 3,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h flitzen. Damit würde er seine Turbo-Brüder alt aussehen lassen. Nicht nur das direkt anliegende Drehmoment, sondern auch die Kraftverteilung auf vier statt zwei Räder fördern die Sprinterqualitäten. Der heckangetriebene Porsche 718 Cayman mit 300 PS und 380 Newtonmeter sprintet handgeschaltet in 5,1 Sekunden auf Landstraßentempo. Mit PDK sind es zwei Zehntel weniger. Und mit Sport-Chrono-Paket weitere zwei Zehntel.

Porsche Cayman e-volution kommt nicht in Serie

Die 350 PS und 420 Nm starke S-Version meistert den Imagespurt in 4,6 Sekunden, sofern der Pilot den Sechsganghandschalter zackig führt. Mit dem Doppelkupplungsgetriebe sind es 4,4 respektive 4,2 Sekunden (Sport-Chrono-Paket). Selbst der neue Porsche 911 GT3 liegt mit PDK in 3,4 Sekunden über der Marke des Elektro-Cayman. Der stolpert allerdings über andere Werte. Seine Reichweite liegt nach NEFZ bei nur 200 Kilometern. Im echten Fahrbetrieb dürften es zwischen 100 und 120 Kilometer sein. Je nachdem, wie schnell man fährt, wie oft man beschleunigt, abbremst und wieder beschleunigt. Eine Straßenzulassung hat Porsche für den E-Cayman nicht. Runden spult der Elektro-Sportwagen nur auf dem Testgelände ab. Die maximale Geschwindigkeit begrenzt Porsche auf 200 km/h. Das Verteilergetriebe mit nur einer Übersetzung erfordert einen Kompromiss zwischen Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit. Und bei zu hohen Geschwindigkeiten wäre wohl auch die kleine Batterie schnell leergesaugt.

Porsche Mission E Erlkönig Porsche Mission E (J1) Warum trägt der Elektro-Sportler Auspuff?

Im Innenraum schmücken Karbonschalensitze den Elektro-Cayman. Mit neongrünen Kontrastnähten nimmt Porsche die Spielereien auf der Außenseite auf. Anhänger von Verbrennungsmotoren müssen sich nicht fürchten. Dieser Porsche Cayman e-volution bleibt ein Forschungsfahrzeug, das aber den Appetit auf Porsches Elektrosupersportwagen Mission E, der 2019 kommt, anreichern soll. Zumal die Zuffenhausener vor der eigenen Haustüre nicht nur einen Elektro-Cayman vorstellen, sondern die Schnellladestation “Porsche Turbo Charging„. Sie arbeitet mit einer Spannungslage von 800 Volt. Die Ladeleistung beträgt laut Hersteller, der die Ladesäule zusammen mit ADS-TEC entwickelte, 320 Kilowatt pro Auto. Sofern zwei gleichzeitig angesteckt sind, sind es 160 kW je Fahrzeug.

Das System soll in Gebieten eingesetzt werden können, wo das Verteilernetz einer Leistungsbegrenzung unterliegt. Es soll laut Porsche als Ergänzung zu Schnellladenetzen mit Mittelspannungsanschluss verstanden werden. An einem solchen Schnellladenetz entlang europäischer Hauptverkehrsachsen arbeiten derzeit Porsche, Audi, BMW, Daimler und Ford im Rahmen eines Joint Ventures.

Anzeige
Sixt Sixt Neuwagen SEAT, VW etc Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Porsche Cayman Porsche Bei Kauf bis zu 8,00% Rabatt Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Neuester Kommentar

@ Quadmoto :
naja, wir werden ja sehen, ob sich die automobilindustrie lächerlich macht, oder die, die der teufel an der wand malen.
ein fahrzeug wird nie die entwicklungszeiten von einen smartphone erreichen, das digitale anteil am auto wird ja die zeiten der IT-branche folgen, die technik (chassis, fahrwerk usw) braucht doch nicht jedes jahr neu erfunden zu werden.
während z.b. Nokia den smartphone völlig verschlafen hat, es gibt keinen einzigen automobilhersteller, der kollaborationen und joint-ventures mit IT-unternehmen und mobilitätsanbieter scheut, da schläft niemand.
einzig Mazda stellt sich gegen den e-hype, aber auch sie sind dazu gezwungen mitzumachen.
natürlich schiessen jetzt tausende firmen aus dem boden, die glauben jetzt ganz einfach e-autos bauen zu können, weil die e-technik ja so viel einfacher als ein verbrenner-antriebsstrang ist, aber das gilt auch für die etablierte hersteller, die auch hervorragende kontakten zu den zulieferer haben, sowie reichlich know-how und kapazitäten, und sogar geld für die entwicklung.
wir werden ja sehen, wie viele der neuerfundenen firmen wirklich mit revolutionäre e-technik kommen werden, wie sie fast alle vollmündig versprechen, oder ob die revolutionen nicht doch von seiten der zulieferer und hersteller kommen werden, auch gute ideen müssen erst zu ende entwickelt werden, und dann erst in der produktion kommen.
die aktuelle batterietechnik ist schon längst überholt, es gibt eine vielzahl an neue ansätze, und kein konzern kann sich leisten auf die falsche technik zu setzten, es braucht also zeit und investitionen um das "richtige" serientauglich zu entwickeln, man kann nicht von der grossindustrie verlangen dass sie schnell was raus bringen, weil die e-hyper das verlangen, und tausende neulinge davon träumen, die welt schon gestern zu revolutionieren.
z.b., Porsche macht druck auf die politik, um 800V-ladesäulen zu ermöglichen, Porsche, Audi, BMW, Daimler und Ford zusammen können einen schnellladenetz vorantreiben, das können die ganze neuerfundene, ja grossteils wahrscheinlich nur möchtegern-e-autobauer nicht, die müssen auf dem zurückgreifen, was es gibt, und das entwickelt sich doch nicht von selbst.
einzig das niedrigstpreissegment könnte mMn für die etablierten hersteller zum problem werden, weil für autonome taxis und carsharing eher "billig" als "fortschrittlich" oder "premium", oder Nürburgringzeiten zählen wird, und bisher hat es weltweit kein hersteller geschafft, ein rentables billigauto auf die beine zu stellen.
da haben es unabhängige kleinhersteller zumindest theoretisch einfacher (siehe z.b. e-Go Life), weil sie sich das billigste aus den weltweiten markt raussuchen können, aber sie können die benötigte stückzahlen nicht mal im traum erreichen, die meisten grosskunden werden weiterhin eher auf ein komplettes service, mitsamt weiterentwicklung, zurückgreifen.
ich weiss auch nicht wie ein e-Go Life z.b. bei crashtests abschneidet, bei autonom fahrenden kleintaxis könnte das eine sehr hohe relevanz bei den versicherungen haben, und somit die kosten deutlich beeinflussen.
und nicht vergessen, jeder hersteller hat schon jetzt ein eigenes mobilitätsprogramm, eben um dieses geschäft nicht aus der hand geben zu müssen.
solange die rede von "autos" sein wird, werden die hersteller einen vorsprung haben.
elektrisierung, autonomes fahren, mobilität, das sind die drei posten die grösstenteil der investitionen für alle hersteller in den letzten jahren ausgemacht haben, wie kann man da von "verschlafen" reden?
manchmal steckt sehr viel mehr dahinter, als was man sieht, oder vor allem sehen will, verwunderlich wenn man dann gleichzeitig denen glaubt, die überhaupt nichts zu zeigen haben (aber es vielleicht laut genug verkaufen können).
aufwachen sollten eher die, die den unterschied zwischen handy und mobilität nicht verstehen.
übrigens, kaum einer der neuen firmen (zumindest der glaubwürdigeren) verzichtet auf achso verschlafene deutsche ingenieure, entwickler usw, aber das ist bestimmt nur ein zufall, oder?
klar, von benchmark oder vormachtstellung der deutsche automobilindustrie wird man wahrscheinlich nicht mehr reden können, sobald e-autos die überhand haben, das liegt aber nicht an ein angebliches verschlafen der hiesige industrie, sondern daran, dass China unschlagbare voraussetzungen für die e-technik bietet, aus geologische und wirtschaftspolitische gründe.
zu diese gründe zählt vor allem der spottbillige, weil umanitarisch und umwelttechnisch desaströses, sowie geradezu monopolisierten abbau der batterienrohstoffe, wodurch gesichert ist dass keine e-revolution aus China je umweltfreundlich sein wird, oder dass die ausländische konkurrenz es je "besser" machen könnte.
aber dann bitte sich weiter aufregen über dieselskandale und so, die Deutschen (und nur die, natürlich) sind wirklich böööse, seeehr böse, sagte ja einer der es wissen muss... ;-)
vielleicht träumen aber die deutsche ingenieure, während sie ja sooo tief schlafen, von eine tatsächlich umweltfreundliche technologie, ich würde mich darüber sehr freuen, nicht nur weil die blinde e-hyper nerven, sondern vor allem für die umwelt.
aber da es nicht schon gestern passiert, kann es natürlich nicht richtig sein, richtig ist nur sich wie blinde schafe zu verhalten, das hat ja Deutschland und Europa gross gemacht...

naja... 12. Oktober 2017, 00:45 Uhr
Neues Heft
sport auto 11/2017 - Cover
Heft 11 / 2017 13. Oktober 2017 148 Seiten Heftinhalt anzeigen Jetzt für 4,50 € kaufen Artikel einzeln kaufen
Gebrauchtwagen Angebote