Porsche-Holding

Übernahme durch VW steht an

Foto: dpa

Europas größter Autobauer VW will nach einem Zeitungsbericht noch in dieser Woche die Porsche-Holding in Salzburg übernehmen. Die Transaktion, die fest vereinbart sei, werde voraussichtlich an diesem Dienstag vollzogen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Montag (28.2.) und beruft sich auf mit der Sache vertraute Personen.

Bisher gehört das Unternehmen - der größte Autohändler Europas - ebenso wie der Stuttgarter Sportwagenbauer den Familien Piëch und Porsche. Volkswagen wollte den Bericht nicht kommentieren.

Porsche-Holding ist erfolgreichstes Autohandelsunternehmen

Mit der Transaktion kommt VW trotz der jüngsten juristischen Probleme bei Porsche einen Schritt voran bei der Integration der Sportwagenschmiede. Der Deal war bereits 2009 bei den Grundsatzbeschlüssen zur Eingliederung von Porsche durch VW vereinbart worden. Porsche soll unter dem Wolfsburger Dach zehnte Marke im Konzern werden.
 
Die Familiengesellschafter der Holding hatten der Übertragung der Gesellschaft bereits im vergangenen November zugestimmt. Volkswagen zahlt einen vereinbarten Preis von 3,3 Milliarden Euro, den die Familien zur Entschuldung von Porsche in eine geplante Kapitalerhöhung bei der Stuttgarter Porsche Holding SE stecken wollen. Der Schuldenabbau ist eine Voraussetzung für die Integration von Porsche. Der Sportwagenbauer war mit dem gescheiterten Versuch, VW zu übernehmen, in die Schuldenfalle geraten.
 
Die Porsche Holding Salzburg ist eine hoch profitable und effiziente Vertriebsgesellschaft. Mit ihr kann der VW-Konzern seine Macht international weiter ausbauen und im Wettlauf um die Ablösung von Toyota als Weltmarktführer vorankommen. VW stärkt damit sein Vertriebsgeschäft in bedeutenden Märkten und Regionen erheblich. Die Porsche Holding gilt als erfolgreichstes privates Autohandelsunternehmen in Europa mit einer starken Präsenz vor allem in Österreich, West- und Südosteuropa sowie in China. Im Geschäftsjahr 2009/10 (31. März) verkaufte sie 421.000 Neuwagen und setzte damit 12,2 Milliarden Euro um.
 

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