Porsche-Kapitalerhöhung

Banken ziehen mit

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Die stark verschuldete Porsche-Holding ist bei der geplanten Fusion mit Europas größtem Autokonzern Volkswagen einen Schritt weitergekommen. Für die bis Ende Mai geplante Kapitalerhöhung über insgesamt fünf Milliarden Euro fand die Porsche SE jetzt Banken, die die Transaktion abwicklen wollen.

Das teilte die Porsche SE am späten Freitagabend (25.3.) in Stuttgart mit. Die Banken übernehmen sämtliche neue Stamm- und Vorzugsaktien und bieten diese dann mit Bezugsrecht den Altaktionären zu einem Preis von 38 Euro je Stück an. Vorstand und Aufsichtsrat müssen über Details noch entscheiden, die Zustimmung gilt aber als sicher.

Die Zeit drängt

Die Familien Piëch und Porsche sowie der Golf-Staat Katar, die alle Stammaktien besitzen, haben sich verpflichtet, ihre Bezugsrechte auszuüben. Den Haltern der an der Börse notierten Vorzugsaktien werden die neuen Aktien angeboten. Der von den Banken ins Spiel gebrachte Bezugspreis von 38 Euro liegt rund ein Drittel unter dem Schlusskurs vom Freitag. Der Kurs der Porsche-Vorzugsaktie war in den vergangenen Wochen bereits stark gefallen, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass die angepeilte Verschmelzung mit der Volkswagen AG wegen noch offener juristischer Fragen in Gefahr geraten könnte.
 
Die Zeit drängt, da sich die Porsche SE bis Ende Mai das Kapital am Markt holen muss. Ende Juni steht die Rückzahlung von Krediten über 2,5 Milliarden Euro an. Porsche hatte sich beim Versuch, den viel größeren Autohersteller Volkswagen zu kaufen, verhoben und ist seitdem hoch verschuldet.
 
Die Porsche SE hält derzeit etwas mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an der Volkswagen AG sowie knapp ein Drittel des Kapitals. Der Volkswagen AG gehört wiederum knapp die Hälfte des operativen Geschäfts Porsches. Die Wolfsburger haben zudem die Option, im Falle einer gescheiterten Fusion der Porsche SE mit der Volkswagen AG den Rest komplett zu übernehmen. De facto wird Porsche derzeit schon als zehnte Marke des Volkswagen-Konzerns geführt.

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