Porsche Panamera

Werk Leipzig wird ausgebaut - 600 neue Jobs

Foto: Schulte-Nextline 3 Bilder

Porsche baut sein Werk in Leipzig für das neue Sportcoupé Panamera aus. Das gab Porsche-Chef Wendelin Wiedeking am Freitag (19.5.) im Leipziger Werk bekannt.

Der Konzern will in Sachsen 120 Millionen Euro und insgesamt eine Milliarde Euro für den Bau der "vierten Baureihe" investieren. In Leipzig sollen 600 neue Arbeitsplätze entstehen. Von 2009 an soll der Panamera in einer Stückzahl von mindestens 20 000 jährlich vom Band laufen.

"Bereits bei der Produktion des Cayenne und des Carrera GT hat unser Leipziger Werk eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es Premium-Fahrzeuge in höchster Qualität herstellen kann", sagte der Vorstandsvorsitzende. "Die Entscheidung für diesen Standort ist deshalb ein Vertrauensbeweis in die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter." Derzeit sind in dem 2002 eröffneten Leipziger Werk rund 400 Menschen beschäftigt. Der Betriebsrat hatte im Poker um den Panamera hart gekämpft. Ergebnis der monatelangen Verhandlungen ist die Verlängerung des Haustarifvertrags um fünf Jahre. "Er bietet größtmögliche Flexibilität", sagte Porsche-Vorstand Michael Macht.

Etwa 600 weitere Jobs für die Region erwartet Wiedeking bei Zulieferern. Im September sollen die Bauarbeiten für eine neue Fertigungshalle und ein Logistikzentrum mit zusammen 55.000 Quadratmeter im Leipziger Norden beginnen - in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Leipzig/Halle und dem neuen Luftfrachtdrehkreuz der Posttochter DHL.

Die Rohkarosse für den neuen Panamera liefert Volkswagen. Im VW-Werk Hannover werden dadurch rund 500 Arbeitsplätze gesichert. Wiedeking sagte, der Autobauer habe mehrere Angebote geprüft. Das VW-Werk Hannover habe nicht nur durch "seine Leistungspalette, sondern vor allem auch durch seine hohe Flexibilität sowie sein breites Fertigungs-Know-how beeindruckt".

Die Entscheidung für das VW-Werk in Hannover ist das erste größere gemeinsame Projekt seit dem überraschenden Einstieg von Porsche bei Volkswagen im vergangenen Jahr - Porsche ist seitdem größter VW-Aktionär. Das Werk Hannover hat derzeit rund 15.000 Beschäftigte.

Die Motoren für den Panamera werden wie für die anderen Porsche-Modelle am Stammsitz in Stuttgart gebaut. An den Standorten Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach sollen bis 2009 rund 400 neue Arbeitsplätze entstehen, hieß es.

Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) zeigte sich hocherfreut: "Porsche in Leipzig heißt Vollgas für Sachsen." Die Entscheidung des Unternehmens unterstreiche, "wie wettbewerbsfähig der Freistaat ist und dass wir einen großartigen Platz für Investitionen darstellen". Dank Porsche werde der sächsische Automobilbau noch an Fahrt gewinnen.

Im Leipziger Porsche-Werk wird derzeit der sportliche Geländewagen Cayenne montiert. Im Geschäftsjahr 2004/2005 wurden 41.884 Fahrzeuge der Baureihe abgesetzt, das waren 4,9 Prozent mehr als im vorhergehenden Geschäftsjahr. Die Karosserie für das Modell wird bei Volkswagen im slowakischen Bratislava gebaut und mit ebenfalls angelieferten Motoren, Achsen und Rädern in Leipzig montiert. Anfang Mai war in Leipzig die Produktion der limitierten Serie des Sportwagens Carrera GT ausgelaufen. Von ihm wurden 1.270 Stück gefertigt.

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