Porsche

Trotz starkem US-Markt kein Werk in USA

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Porsche erwägt trotz seines hohen US-Absatzes und potenzieller Synergien mit dem VW-Konzern keine Produktion im Dollar-Raum.

Produktionsvorstand Michael Macht sagte: "Porsche setzt auf `Made in Germany´. Das erwarten unsere Kunden von uns. Deshalb brauchen wir kein Werk in Amerika." Aktuell verkauft Porsche 37 Prozent seiner Modelle in den USA, gefolgt von Deutschland mit 17 Prozent.

Als die aktuell "größte Herausforderung" bezeichnet Macht die Einführung der vierten Baureihe, des viertürigen Coupés Panamera. "Produktionsstart ist im Frühjahr 2009. Und wir wollen die Fertigung sehr steil anfahren, um unsere Händler in aller Welt schnell mit Fahrzeugen beliefern zu können", kündigt Produktionsvorstand Macht an. "Im Zweischicht-Betrieb wollen wir jährlich 20.000 Einheiten fertigen. Aber wir sind dafür gerüstet, bei entsprechender Nachfrage auch ein paar mehr zu produzieren." Aus Aufsichtsratkreisen verlautet, dass intern ein Absatz von 30.000 Panamera pro Jahr erwartet wird. Die lackierten Rohkarossen bezieht Porsche aus dem VW-Werk Hannover, die Endmontage erfolgt im Porsche-Werk Leipzig.
Laut Macht sind die beiden Porsche-Werke Zuffenhausen und Leipzig derzeit "voll ausgelastet". In Zuffenhausen lasse Porsche aufgrund der hohen Nachfrage "schon seit einiger Zeit ausschließlich den 911er vom Band laufen. Die Boxster- und Cayman-Modelle kommen von unserem finnischen Partner Valmet Automotive." Der Vertrag mit dem Auftragsfertiger wurde jüngst bis 2011 verlängert. Porsche federt damit kostengünstig Auftragsschwankungen ab.

Die Produktivität in den Porsche-Werken steige "jährlich um mindestens sechs Prozent. Dieses Jahr wird es sogar noch etwas mehr sein“, sagte Macht gegenüber auto motor und sport. Dabei sei die Produktion bereits so schlank, dass beim neuen Panamera "unsere Fertigungstiefe bei nur 15 Prozent" liegt. "Beim Cayenne beträgt sie zehn, beim Boxster und Cayman 20 Prozent."

Zur Einführung des neuen Panamera müssen die Händler nach Aussage von Vertriebsvorstand Klaus Berning erheblich investieren. "Unsere Händler investieren weltweit über 200 Millionen Euro in solche Baumaßnahmen - und zwar aus ihrem eigenen Geld. Porsche selbst beteiligt sich hier nicht. Aber ich bin sicher, jede dieser Investitionen wird sich lohnen. Wie der Cayenne wird auch der Panamera eine Erfolgsstory."

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