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Porsche vs Karmann

Wulff schreitet ein

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat den VW-Großaktionär Porsche und den mit Auslastungsproblemen kämpfenden Cabriobauer Karmann aufgefordert, "atmosphärische Störungen" zu beseitigen.

Beide Unternehmen sollten "gemeinsam in die Zukunft" schauen, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wulff äußerte sich besorgt über die bei Karmann drohende Schließung des Fahrzeugbaus. "Für mich gehört die Komplettfertigung von Autos zum Unternehmen Karmann wie der Sonntag zur Kirche." Sollte bis Mitte 2008 kein neuer Fahrzeugauftrag bei Karmann eingehen, will das Osnabrücker Unternehmen mehr als 2.500 Stellen streichen.

"Karmann ist für meine Regierung das größte ungelöste Problem", sagte Wulff. Als Vertreter des Großaktionärs Niedersachsen im Aufsichtsrat setze er sich schon lange dafür ein, dass der VW-Konzern Aufträge an Karmann vergebe. "Aber natürlich hat die Entscheidung der VW- und Audi-Vorstand zu treffen." Mit seinem Appell an Porsche und Karmann zielt Wulff nach Darstellung der Zeitung offenbar auf einen Rechtsstreit zwischen beiden Unternehmen wegen eines angeblichen Ideenklaus beim Porsche-Modell Boxster.

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