Porsche

Wiedeking bleibt optimistisch

Foto: dpa

Der Sportwagenbauer Porsche blickt trotz der schwierigen Lage am Automarkt und der weltweiten Finanzkrise vorsichtig optimistisch auf die kommenden Monate. Eine konkrete Prognose für 2009 sei derzeit nicht möglich, sagte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking am Donnerstag (2.10.) auf dem Autosalon in Paris.

Porsche rechne sich aber durchaus Chancen auf ein gutes Abschneiden aus. Er bleibe aber bei seiner Grundregel, dass das Angebot der Nachfrage nötigenfalls angepasst werde. „Wir fahren klar auf Sicht.“

Ein Wachstumsschub sei erst wieder mit der für nächstes Jahr geplanten Einführung des Panamera zu erwarten, sagte Wiedeking. Die Resonanz in den Märkten auf das neue, viertürige Auto sei bislang sehr gut. „Wir sind mit unserem Panamera-Konzept klar auf dem richtigen Weg. Wir glauben, dass er zum richtigen Zeitpunkt kommt.“

VW-Pläne ändern sich nicht

Mit Blick auf Berichte über eine Auseinandersetzung mit VW- Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch um die Macht beim größten deutschen Autobauer sagte Wiedeking, Porsche fordere nichts, was der Gesetzgeber nicht decke. „Ich schätze Herrn Piëch sehr.“ Um bestimmte Sachthemen werde eben gerungen. Vieles in der aktuellen Debatte werde aber dramatisiert. „Es sind deutlich weniger Konflikte drin als viele glauben.“

An den Plänen, den Anteil an Volkswagen noch bis Ende dieses Jahres auf mehr als 50 Prozent zu erhöhen, ändere sich nichts. Dies sei auch eine klare Botschaft an Aktionäre und Belegschaft, die wieder für mehr Ruhe sorgen dürfte. Mit dem Erwerb der Mehrheit werde die Zusammenarbeit auf noch festere Füße gestellt. „Vertrauen bildet sich, wenn man sich häufig trifft.“ Ob Porsche seinen Anteil weiter steigern könnte, ließ Wiedeking offen. Ziel bleibe es, einen schlagkräftigen Konzern zu formen.

Zu der Diskussion um die Rechte der VW-Beschäftigten in der Porsche-Holding sagte Wiedeking, dies sei ein Thema, das die Arbeitnehmervertreter untereinander klären müssten. VW- Betriebsratschef Bernd Osterloh kämpft seit Monaten dafür, dass die im Vergleich zum Sportwagenhersteller 28 Mal größere Belegschaft von Volkswagen mehr Rechte haben sollte als die Beschäftigten von Porsche.

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