Porsche

Wiedeking rechnet weiterhin mit Absatzrückgang

Foto: Foto: Hans-Dieter Seufert

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking rechnet auch im Februar mit einem Absatzrückgang. Der schwierigen Situation auf den Automärkten könne sich derzeit niemand entziehen, sagte Wiedeking am Dienstag (3.3) auf dem Genfer Autosalon.

"Die Deutschland-Zahlen haben mir aber Freude gemacht." Insgesamt seien die Verkäufe des Sportwagenbauers "ordentlich" gewesen. Zahlen nannte der Porsche-Chef aber nicht. Im Ende Januar abgeschlossenen ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 war der Absatz um mehr als ein Viertel auf 34.266 Fahrzeuge eingebrochen.


Fragen zum VW Gesetz

Auch einen Fahrplan zur Aufstockung der Anteile an Europas größtem Autobauer VW von zuletzt gut 50 Prozent auf 75 Prozent präsentierte Wiedeking nicht. "Ich lasse mich auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen nicht ein." Porsche habe keinen Zeitdruck und werde sich nicht drängen lassen. Der Sportwagenbauer wolle die wirtschaftliche Situation bei der VW-Übernahme "transparent und überschaubar halten".

Zum umstrittenen VW-Gesetz sagte der Porsche-Chef : "Ich gehe davon aus, dass die EU-Kommission das Thema kippt."Damit werde langfristig das Streitthema vom Tisch sein. "Wenn jemand eine Firma zu über 50 Prozent besitzt, dann kann es kein Gesetz gegen diese Besitzer geben." Das VW-Gesetz steht dem von Porsche längerfristig angestrebten Beherrschungsvertrag entgegen, denn es sichert dem zweiten VW-Großaktionär Niedersachsen mit 20 Prozent der Stimmrechte eine Sperrminorität zu. Damit können wichtige Entscheidungen blockiert werden.

Kredit über 12,5 Milliarden Euro

Bis Ende März will sich der Sportwagenhersteller mit einem neuen Kredit über 12,5 Milliarden Euro unter anderem den finanziellen Spielraum für die VW-Übernahme sichern. Die Gespräche über den mittel- bis langfristen Kredit liefen "geordnet", sagte Wiedeking. Ein Kredit über zehn Milliarden Euro läuft Ende März aus und soll durch den rund 12,5 Milliarden Euro umfassenden ersetzt werden.

Keine Schließtage geplant

Wann die "magere Periode" für die Autoindustrie vorbei sei, sei derzeit noch nicht absehbar, sagte Wiedeking. Bei Porsche seien trotz der anhaltenden Flaute aber bisher keine weiteren Schließtage im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen geplant. Als Reaktion auf die weltweite Autokrise hatte Wiedeking Ende Januar ein mehr als 100 Millionen Euro umfassendes Sparprogramm und eine Drosselung der Produktion um 4.800 Fahrzeuge angekündigt.

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