Porsche

Zeitarbeiter müssen gehen - Werbe-Etat auf Null

Foto: dpa

Von den derzeit rund 750 Leiharbeitskräften in der Porsche-Entwicklungsabteilung müssen im Zuge der Autokrise bis März 2009 weitere 150 das Unternehmen verlassen. Das erfuhr auto motor und sport aus Führungskreisen.

Wie wir schon vor einigen Tagen berichtete, verlieren bereits zum 31. Dezember 2008 die ersten 100 zeitlich befristeten Zeitarbeitskräfte ihre Anstellung. Sparen will der profitabelste Automobilhersteller der Welt, der im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 8,57 Milliarden Euro erwirtschaftet hat, auch an der Werbung: Nach Informationen von auto motor und sport hat Porsche für das erste Halbjahr 2009 das komplette Media-Budget auf Null reduziert. Betroffen sind alle Mediengattungen von Print über Hörfunk bis TV-Werbung. Diese Streichung ist umso ungewöhnlicher, als das im ersten Halbjahr 2009 gleich drei neue Porsche-Modelle auf den Markt kommen: der überarbeitete Boxster und der Cayman Facelift sowie der Cayenne als Diesel-Variante.

Ein Porsche-Sprecher wollte die Zahlen auf Anfrage zwar nicht kommentieren, bestätigte allerdings beim Thema Werbung, dass "alles auf dem Prüfstand" stehe. Zur Entlassung von insgesamt 250 Zeitarbeitern sagte der Porsche-Sprecher, dass auslaufende befristete Arbeitsverhältnisse im Entwicklungsbereich nicht verlängert werden. "Einige größere Projekte, wie die Entwicklung des Panamera, sind abgeschlossen. Damit wird jetzt eine Verschlankung notwendig. Einen Stellenabbau bei Festangestellten wird es aber nicht geben", betonte der Sprecher. Außerdem würden die Verträge von 60 bisherigen Leiharbeiter in der Entwicklung in ein befristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt.

Momentan arbeiten neben den 750 Leiharbeitskräften auch rund 750 weitere Mitarbeiter von externen Entwicklungsdienstleistern für Porsche. Diese zusammen 1.500 Kräfte unterstützen die 2.438 festangestellten Mitarbeiter. Die Forschungs- und Entwicklungsquote bei Porsche hat im vergangenen Geschäftsjahr den Rekordwert von 15 Prozent des Umsatzes angenommen.

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