Produktionskürzungen durch Lkw-Streik

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Die Streiks der Lastwagenfahrer in Spanien haben in der deutschen Autoindustrie zu ersten Produktionsausfällen geführt. So wurden am Opel-Standort Eisenach, im BMW-Werk Leipzig sowie in den Ford-Werken Köln und Saarlouis am Freitag (13.6.) Schichten abgesagt.

Audi stoppte seine Produktion im Werk Brüssel, VW musste die Bänder im portugiesischen Setubal und im spanischen Pamplona anhalten. Daimler sieht sich bislang noch nicht betroffen, auch der Sportwagenbauer Porsche produziert wie gewohnt. Allerdings gebe es Probleme mit der Auslieferung von Fahrzeugen in Spanien, sagte ein Porsche-Sprecher. Beim Verband der Automobilindustrie (VDA) hieß es, die Straßenblockaden hätten zu erheblichen Störungen der Logistikprozesse geführt. "Die Bundesregierung ist dringend gebeten, im Dialog mit ihren europäischen Partnern auf eine rasche Beendigung der Straßenblockaden hinzuwirken", sagte VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig. Transportalternativen auf der Schiene stünden in vielen Fällen nicht zur Verfügung.

Opel sah sich zu einer Produktionskürzung im Werk Eisenach gezwungen. Die Nachtschicht von Freitag auf Samstag werde mit Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten beschäftigt, teilte das Unternehmen mit. Grund seien fehlende Teile von Zulieferern aus Spanien für den Kompaktwagen Corsa. In einer Schicht werden sonst rund 200 Wagen hergestellt. Auch im spanischen Saragossa, wo dasselbe Modell gebaut wird, sei am Mittwoch eine Schicht ausgefallen. Nach Einschätzung des Betriebsrats drohen im Bochumer Opel-Werk in der kommenden Woche erste Produktionskürzungen.

Ausfälle auch bei BMW und Ford

Im Leipziger BMW-Werk wurde für Freitag die Spätschicht abgesagt. Die Mitarbeiter seien bereits am Donnerstagabend informiert worden, so dass niemand vergeblich zur Arbeit gekommen sei, teilte ein Sprecher mit. In einer Schicht werden üblicherweise rund 300 Fahrzeuge hergestellt. Für sie fehlen diverse Teile von Zulieferern aus Spanien. "Wir beobachten nun genau, wie sich die Situation weiterentwickelt", sagte der Sprecher. Am Montagmorgen solle die Produktion zunächst wie gewohnt fortgesetzt werden.

"Es ist Freitag, der 13. - und unsere Frühschicht in Köln ist heute komplett ausgefallen", sagte eine Ford-Sprecherin. Es fehlten vor allem Fahrwerksteile, die auf den blockierten Straßen hängengeblieben seien. Auch das Werk in Saarlouis sei betroffen und habe bereits am Donnerstag die Spät- und Nachtschicht ausfallen lassen. Seit Freitagmorgen werde dort aber wieder produziert. In Köln sollten die Bänder am Nachmittag wieder anrollen. Die Produktion werde nachgeholt. Ein kleinerer Teil der spanischen Lkw-Fahrer protestestiert gegen die hohen Treibstoffkosten und blockiert die Straßen auch für andere Lastzüge. In Portugal hatten Lastwagenfahrer ihren Ausstand am Donnerstag nach drei Tagen beendet.

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