PSA-Chef Streiff

Rendite überraschend stark gestiegen

Foto: PSA

Das laufende Kostensenkungsprogramm beim französischen Autokonzern PSA hat die Umsatzrendite im vergangenen Jahr offenbar stärker steigen lassen als erhofft.

PSA-Chef Christian Streiff sagte: "Eine genaue Zahl kann ich Ihnen erst am 13. März sagen. Aber soviel: Die Verbesserung ist signifikant. Die Effekte der Restrukturierung sind schneller zu sehen, als ich erwartet habe." Streiff hatte im vergangenen Herbst das Ziel ausgegeben, die Umsatzrendite bis 2010 von zwei auf 5,5 bis 6,0 Prozent zu verbessern. Ab 2015 soll sich die Rendite bei sechs bis sieben Prozent einpendeln.

Keine Werksschließung trotz Stellenabbau

Die Rentabilität will Streiff weiter erhöhen. "Wir liegen knapp unter 100 Prozent Auslastung im Durchschnitt, doch einige Werke sind noch nicht gut genug. Wir wollen die Auslastung weltweit über alle Werke um 20 Prozent, in Westeuropa um zehn Prozent steigern. Das ist Teil des sehr harten Rentabilitätsprogramms für jedes Werk."

Allerdings will Streiff trotz des geplanten Stellenabbaus von 5.000 bis 7.000 Stellen auf eine Werksschließung verzichten. "Generell darf man sich nicht nur darauf konzentrieren, Werke zu schließen. Wir haben es in Reyton erfahren. Die Schließung des Werkes dort hat uns zwar eine Kostenreduzierung um 80 bis 90 Millionen Euro gebracht. Sie können aber viel mehr in bestehenden Werken erreichen. Das geht schneller und ohne soziales Drama. Außerdem zerstören Sie so nicht so signifikant die Abläufe im Produktionsnetzwerk. Klar ist aber auch: Wir wollen bis 2010 die Kosten um 30 Prozent senken und dazu müssen wir Stellen abbauen."

Diesel-Hybrid kommt 2010

Streiff wies Spekulationen zurück, PSA werde es nicht gelingen, bis 2010 einen Dieselhybrid anzubieten. "Wir haben technisch in den vergangenen Wochen einige wichtige Schritte nach vorne gemacht. Natürlich werden es nicht Millionen Autos ein, aber wir werden den Diesel-Hybrid in 2010 bringen. Darüber hinaus wollen wir die Nummer eins bei der Micro-Hybridisierung werden und spätestens 2011 eine Millionen Autos mit solchen Systemen verkaufen."

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