PSA

Designzentrum für Peugeot und Citroën

Foto: PSA 20 Bilder

Die Designteams von Peugeot und Citroën sind erstmals unter einem Dach vereint. Im Pariser Vorort Vélizy hat PSA die Kreativ-Abteilungen der beiden Konzernmarken in einem 130 Millionen Euro teuren Neubau zusammengeführt, wo die Stylisten jetzt in unmittelbarer Nähe zu den Entwicklungsingenieuren und Marketingleuten arbeiten.

Die Bündelung der Kräfte folgt dem Beispiel der Design- und Technik-Zentren von BMW, Mercedes oder auch Renault, die teilweise schon seit vielen Jahren nach diesem Muster verfahren. Das neue Gebäude, 220 Meter lang, 60 Meter breit und 40 Meter hoch, wurde innerhalb von 27 Monaten errichtet. Nachts wirkt es wegen seiner farblich wechselnden Rundumbeleuchtung wie ein gestrandetes Raumschiff aus einer fernen Galaxie. Der Neubau beherbergt insgesamt 1.100 Designer von Peugeot und Citroën. Insgesamt arbeiten am Standort Vélizy 5.000 PSA-Angestellte.

Im mit hochmoderner Simulations- und Animationstechnik gespickten Center von Vélizy teilen sich beide Marken die technischen Werkzeuge. Die eigentlichen Kreativstudios der Designchef Gérard Welter (Peugeot) und Jean-Pierre Ploué (Citroën) sind aber räumlich strikt voneinander getrennt, um die Eigenständigkeit der Marken zu wahren.

In Vélizy liegt auch die Entwicklungshoheit für die PSA-Plattformen P1 (Peugeot 1007/Citroën C3) und P3 (Peugeot 407/Citroën C5). Das Technikzentrum für die P2-Plattform (Peugeot 307/Citroën C4) ist hingegen in Sochaux angesiedelt.

PSA-Chef Folz: "Konzern erfolgreich auf Wachstumskurs"

Bei der Einweihungsfeier am 7. Oktober bezeichnete PSA-Chef Jean-Martin Folz das neue Gebäude als Gen-Pool des Konzerns. Das Center trägt denn auch die Bezeichnung ADN (Automotive Design Network) - das Kürzel ADN steht im Französischen für DNA.

Folz sieht seinen Konzern auf einem stabilen Wachstumskurs, der bis 2006 zu vier Millionen produzierten Autos führen soll. 2004 werden es 3,5 Millionen sein - gegenüber 1999 eine Steigerung um 50 Prozent. Die Nummer zwei der Autokonzerne in Europa (15 Prozent Marktanteil) habe ihre Plattformstrategie - P1, P2, P3 sowie das Van- und Nutzfahrzeug-Jointventure mit Fiat und die ab 2005 laufende Kleinwagen-Kooperation mit Toyota - bereits zu 80 Prozent umgesetzt. Die verwandten Autos haben wertmäßig 60 Prozent Gleichteile und 40 Prozent andere Komponenten, durch die sie sich vor allem stilistisch und konzeptionell differenzieren.

PSA will weiterhin jährlich fünf bis sechs Prozent des Umsatzes - also 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren.
Peugeot-Chef Robert Peugeot betonte, beide Marken würden auch in Zukunft konzeptionell wie technisch auf Innovation setzen und im Design mutige neue Wege gehen. Was Peugeot betrifft, werde die italienische Designschmiede Pininfarina zwar weiterhin als Stil-Berater tätig sein. Die Umsetzung werde aber künftig mehr denn je bei Peugeot selbst erfolgen. Aktuelle Beispiele dafür sind der 1007 und das nächstes Jahr kommende 407 Coupé.

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