PSA übernimmt Opel/Vauxhall

Das ändert sich für Kunden, Mitarbeiter, Händler

Carlos Tavares (PSA), Mary Barra (GM), Karl-Thomas Neumann (Opel) 36 Bilder

PSA kauft Opel/Vauxhall, bezahlt dafür 1,3 Milliarden Euro. Doch was bedeutet die Übernahme für Kunden, Händler, Mitarbeiter? Alle Fakten im Überblick.

Was ändert sich für Opel-Mitarbeiter?

Erst einmal nichts. Opel und Vauxhall bauen weiterhin an zehn Standorten in Europa Autos und Komponenten. In Deutschland hat Opel drei Standorte: Im Komponentenwerk Kaiserslautern bauen 2.140 Mitarbeiter Teile für Opel- und Vauxhall-Modelle. In Eisenach fertigen 1.850 Opelaner den Adam. Größter Standort von Opel/Vauxhall ist die Zentrale in Rüsselsheim mit 15.040 Mitarbeitern. Davon arbeiten 4.060 im Werk und 7.690 im Entwicklungszentrum, die restlichen Mitarbeiter sind in der Verwaltung tätig. Die Ingenieure im Entwicklungszentrum arbeiten bestehende GM-Entwicklungsaufträge ab, bis diese enden. Schon bisher entwickeln Opel und PSA gemeinsame Modelle, wie zum Beispiel den Crossland X und den Grandland X. Wie es weitergeht, wenn die GM-Entwicklungsaufträge und die Laufzeiten der GM-Modelle enden, ist noch offen.

Werden jetzt Opel-Werke geschlossen?

PSA-Chef Carlos Tavares hat zugesagt, alle Vereinbarungen einzuhalten, die bisher für Standorte und Mitarbeiter galten. Werksschließungen sind keine Bedingung, aber Opel muss bis 2020 Gewinn machen. Opel Aufsichtsratschef Dan Ammann sagte: Opel und Vauxhall bekommen die Chance, ohne Werksschließungen in die Gewinnzone zu kommen."

Können Opel-Fahrer in die Peugeot-Werkstatt und umgekehrt?

Das ist technisch zur Zeit noch nicht sinnvoll. Gemeinsam entwickelte Modelle kommen erst noch auf den Markt. Bisher sind Autos der Marke Opel, Peugeot und Citroen technisch unterschiedlich. Opel-Mechaniker sind nicht auf Peugeot geschult und umgekehrt. Die Werkstätten besitzen auch nicht die Spezialwerkzeuge und Software der jeweils anderen Marke.

Ab wann kann ich einen Peugeot bei Opel kaufen und umgekehrt?

Wie sich die geplante Übernahme auf die Händlerstruktur auswirkt, ist noch völlig offen. Die Verträge zum Kauf werden in den nächsten Wochen und Monaten ausgearbeitet. Unabhängig von der Übernahme können Händler heute schon beide Marken verkaufen.

Zieht GM den Opel Ampera-e wieder zurück?

Nach heutigem Stand kommt der Elektro-Kleinwagen Opel Ampera-e wie geplant auf den Markt. Opel bezahlt an GM Lizenzgebühren wie auch für jeden Astra, Insignia und Corsa.

Bleibt Karl-Thomas Neumann Opel-Chef?

Ja. PSA-Chef Carlos Tavares lobte Neumanns Arbeit: "Es gibt keinen Grund, die bisherige Ausrichtung der Marke zu ändern. Herr Neumann war bisher mit seiner Arbeit sehr erfolgreich."

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