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Neue Staatslimousine für Putin

Porsche leistet Entwicklungshilfe

Präsidentenlimousine Putin Foto: Action Press 26 Bilder

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin sehnte sich nach einer neuen, repräsentativen Staatslimousine. Auch die Porsche-Tochter Porsche Engineering war an der Entwicklung der Präsidenten-Limousine beteiligt. Zudem sollen die Schwaben einen V12-Motor entwickelt haben. Präsentiert wurde der neue Cortege jetzt im Rahmen der neuerlichen Amtseinführung des russischen Präsidenten.

08.05.2018 Uli Baumann

Der russische Minister für Handel und Industrie, Denis Manturow, kündigte die Entwicklung der neuen Staatslimousine bereits im Mai 2014 offiziell an. Den Auftrag für die Entwicklung hatte Putin bereits 2012 erteilt. Unter dem Projektnamen „Cortege“ (Ehrengeleit) sollte gleich ein ganze Modellfamilie entstehen. Neben der Staatslimousine waren auch ein Kompaktmodell, ein SUV, ein Van und eine weitere Limousine geplant. Betraut mit dem Entwicklungsauftrag wurde ein Konsortium aus den russischen Autobauern Kamaz, GAZ und ZIL. Noch im April 2018 erklärt Manturow, dass die neue Staatslimousine auch verschiedene Crashtests erfolgreich absolviert hätte und damit bald der Öffentlichkeit präsentiert werden könnte. Jethzt konnte alle Welt einen Blick auf den neuen Staatsschlitten werfen, denn Präsident Wladimir Putin nutzte sein neues Staatsauto im Rahmen seiner neuerlichen Amtseinführung.

Schützenhilfe von Porsche und Bosch

Die kleine Limousine wurde schon bei Testfahrten als Erlkönig im hohen Norden erwischt. Der Prototyp wirkt wie eine Mischung aus verschiedenen Rolls-Royce und Bentley-Modellen. Die normale Limousine soll hohen Staatsdienern als Fahrzeug dienen, die Präsidentenlimo wird als Langversion kommen.

Die Produktion der neuen Modelle hätte schon ab 2016 im russischen Automobilwerk in Uljanowsk anlaufen sollen, dann wurde der Starttermin auf 2018 verschoben. Die entscheidende Entwicklungshilfe soll dabei von der Porsche Tochter Porsche-Engineering kommen. Nach russischen Medienberichten sollen die Schwaben auch die Entwicklung eines V12-Motors mit Turboaufladung für Putins neue Staatslimousine gesteuert haben. Die Zielvorgaben lagen dabei bei 6,0 bis 6,6 Liter Hubraum und einer Leistung von rund 600 PS. Als Wettbewerber für die Motorenentwicklung hatten aber auch noch AVL aus Österreich, Ricardo aus Großbritannien und FEV aus Deutschland zur Wahl gestanden. Als weiterer großer Entwicklungspartner wird auch Bosch kolportiert.

ZIL Parade ConceptViel Staat machen

Erste Designmodelle der russischen Staatslimousine erinnerten noch stark an amerikanische Limousinen. Das jetzt präsentierte Modell scheint dann doch eher Rolls-Royce nachzueifern. Ausgerüstet werden sollen mit den neuen Modellen in gepanzerter Form hohe Staatsbeamte, Standardversionen mit kürzerem Radstand sind für weitere Beamte vorgesehen. Aber auch private Bestellungen sollen ab Herbst möglich sein, teilte das russische Industrieministerium mit. Insgesamt will der russische Staat rund 250 Millionen Euro in die neue Fahrzeugfamilie investieren. Finanzielle Unterstützung kommt dabei von einem Staatsfonds aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der für 110 Millionen Euro ein Drittel der Anteile des Projekts erwirbt, das künftig neben den Luxuslimousinen auch gepanzerte Fahrzeuge entwickelt und produziert.

Die neue Cortege-Modellfamilie soll die betagten ZIL-Staatslimousinen ablösen, die noch aus den 70er Jahren stammen und von Putin nur noch selten bewegt wird. Bislang ließ sich Putin in einem Mercedes S600 Guard chauffieren.

Neuester Kommentar

... sorry, der Schoenste war immer noch der alte 600er, der ZIL sah auch nicht schlecht aus, war schlicht gehalten und sogar recht bequem. Der Chrysler 300c Verschnitt (von vorne) passt nicht zum RR Verschnitt hinten. Da haetten sie lieber gleich auch Porsche Design engagieren sollen.

Medingen 10. Mai 2018, 19:21 Uhr
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