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Renault Alaskan Pickup (2017)

Franzosen-Laster ab 36.900 Euro

Renault Alaskan Pickup Weltpremiere 2016 Foto: Renault 19 Bilder

Renault wird Pickup-Anbieter. Nach der letztjährigen Weltpremiere des Alaskan in Südamerika ist er jetzt auch in Deutschland bestellbar. Wir haben alle Fakten zum Einstieg der Franzosen in den Midsize-Pickup-Markt.

25.09.2017 Torsten Seibt 3 Kommentare Powered by

Es war ein Paukenschlag aus Frankreich, als Renault im Herbst 2015 mit dem Alaskan Concept verkündete: Renault kommt mit einem Midsize-Pickup in das weltweite Boom-Segment der mittelgroßen Allrad-Transporter. 2016 dann die Weltpremiere in Südamerika, noch zierten sich die Franzosen, den Midsize-Pickup auch für den europäischen Markt freizugeben. Doch bereits damals lautete unsere Prognose: Der kommt! Das ist nun amtlich, denn im Herbst wird mit der Markteinführung in Europa begonnen, bislang betonte Renault, der Haupabsatzmarkt liege in Südamerika.

Renault Alaskan Pickup Weltpremiere 2016
Renault bringt 2017 einen großen Pickup 2:00 Min.

Renault Alaskan Pickup

Mit dem Renault Alaskan folgt entsprechend die dritte Variante des Nissan Navara, denn wie auch die neue Mercedes X-Klasse basiert der Alaskan auf dem für hiesige Märkte in Barcelona gebauten Japaner. Der Weltmarkt für Midsize-Pickups, den bislang hauptsächlich japanische Hersteller wie Toyota mit dem Hilux sowie zuletzt auch Ford mit dem Ranger unter sich ausmachten, wächst beständig. Rund ein Drittel des weltweiten Transporterabsatzes bestand laut Renault im vergangenen Jahr aus solchen Pickups, die Rede ist von fünf Millionen Einheiten. Das weckt Begehrlichkeiten in der auf stetes Wachstum konzentrierten Branche.

Renault Alaskan Pickup Weltpremiere 2016 Foto: Renault
Der Renault Alaskan basiert auf dem 2016 neu eingeführten Nissan Navara.

Die Karosserie zeigt unmissverständlich, dass der 2016 neu gekommene Nissan Navara hinter dem Renault-Kühlergrill steckt. Das bedeutet Midsize-Pickup-Standard mit rund 5,3 Meter Länge und rund drei Meter Radstand. Die Zuladung gibt Renault mit 1,1 Tonnen an. Der Alaskan Pickup ist als Doppelkabiner ausgeführt, ob Renault später auch einen Anderthalbkabiner wie Nissan vom Navara anbietet, wurde noch nicht kommuniziert. Als Antrieb des Alaskan Pickup dient entsprechend der 2,3-Liter-Vierzylinder mit Mono- oder Biturbo-Aufladung, der sowohl im Navara als auch künftig in der X-Klasse steckt und es auf maximal 190 PS bringt. In Südamerika hingegen verkauft Renault den Alaskan derzeit mit dem früheren 2,5-Liter-Nissanmotor.

Biturbo-Diesel mit 190 PS

Wesentliches Unterscheidungsmerkmal des Renault Alaskan Concept Pickup zum Nissan Navara ist die Frontgestaltung. Die Scheinwerfer mit der umlaufenden LED-Leiste wirken ein wenig vom VW Amarok inspiriert, sie fallen flacher aus als beim Navara. die Motorhaube weist zwei zusätzliche Längssicken auf und ist im Bereich des Markenemblems ausgeschnitten. Die Frontschürze mit dem weit hineingezogenen Kühlergrill unterscheidet sich ebenfalls deutlich vom Plattformspender.

Damit haben sich die Unterschiede im Blech allerdings erledigt, denn ab der A-Säule ist die Außenhaut des Renault Alaskan Pickup zu hundert Prozent Navara. Am Heck hat Renault dem Alaskan Pickup allerdings wieder ein wenig Eigenständigkeit gegönnt, die bauchig nach außen geformte Heckklappe unterscheidet sich ebenso wie die Rücklichter vom Nissan Navara, letztere haben zwar die identische Gehäuseform, aber ein anderes Design. Kleines Detail am Rande: unterhalb der A-Säule setzt Renault dem Alaskan Pickup einen kleinen Chromschmuck mit Typbezeichnung auf, der an einen zusätzlichen Lufteinlass erinnern soll.

Renault Alaskan Daten, Preise

Im Innenraum müssen sich Nissanfahrer nicht umgewöhnen, wenn sie mal die Marke wechseln. Das Lenkrad hat ein eigenes Renault-Design, die Schalterbelegung im Lenkrad ist nahezu identisch, ansonsten gibt es keinerlei Unterschiede zum Navara. Instrumente, Klimasteuerung, Multimedia-System – kennen wir bereits. Es kommt wahlweise das Sechsgang-Schaltegtriebe oder die Siebenstufige Automatik zum Einsatz die der 190-PS-Variante vorbehalten bleibt. Nachdem Renault auf den Anderhalb-Kabiner verzichtet, wird es den Alaskan nur mit Schraubenfedern an der hinteren Starrachse geben, die blattgefederten Nutzfahrzeug-Varianten sind auch bei Nissan bei den Verkaufsanteilen nicht besonders stark.

Renault Alaskan Pickup Weltpremiere 2016 Foto: Renault
Bis auf das Renault-Lenkrad ist alle übrige Cockpit-Technik identisch zum Nissan.

Der Renault Alaskan verfügt über einen starr zuschaltbaren Allradantrieb mit Geländeuntersetzung, im Straßeneinsatz läuft er als Hecktriebler. Für den Geländeeinsatz gibt es eine optionale Hinterachs-Differentialsperre. MIt dem 190-PS-Motor wird der 5,3 Meter lange und 1,85 Meter breite Renault Alsakan eine Topspeed von 180 km/h erreichen, die Anhängelast liegt bei 3.500 Kilo. Die Ladefläche des Doppelkabiners misst 1,58 Meter Länge und ist zwischen 1,13 Meter (Zwischen den Radkästen) und 1,56 Meter breit.

Der neue Renault Alaskan steht ab Marktstart im November 2017 in den drei Ausstattungen Life, Experience und Intens zur Wahl. Die Preise für den Renault Alaskan in Deutschland starten in der Basisausstattung bei 36.900 Euro. Die Ausstattungsversion Experience ist ab 41.500 Euro zu haben. Die Topausstattung Intens kostet wenigstens 45.000 Euro.

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Wir werden sehen ob das ganze aufgeht. Ford ist in Europa und auch weltweit gemeinsam mit dem dem Toyota Hilux dominierend.

madmat 28. September 2017, 07:00 Uhr
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