Avtovaz

Renault-Nissan greift nach Avtovaz

Nissan kauft vier Prozent

Als weiteren Schritt zur Übernahme des russischen Autobauers Avtovaz durch Renault-Nissan will Nissan vier Prozent der Anteile an Russlands Branchenprimus kaufen.

Der russische Staatskonzern Rostechnologii werde seinen Anteil an Avtovaz zugunsten der Japaner um vier Prozentpunkte auf die Sperrminorität von 25 Prozent verringern. Das teilte Rostechnologii-Chef Sergej Tschemesow am Freitag (17.6.) nach Angaben der Agentur Interfax auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg mit. Der Deal werde bis Jahresende perfekt sein.
Zum Kaufpreis machte Tschemesow keine Angaben.

Renault-Nissan will Mehrheit

Der französische Allianzpartner Renault hält bereits 25 Prozent der Anteile am Lada-Hersteller. Seinen Wert geben Experten mit etwa 2,9 Milliarden US-Dollar (2,1 Mrd Euro) an.
 
Auch der zweite Großaktionär bei Avtovaz - das Investmenthaus Troika Dialog - werde einen Teil der Aktien an Nissan verkaufen, sagte Tschemesow. Ende 2010 hatte er mitgeteilt, dass Rostechnologii vier Prozent und Troika Dialog sechs Prozent der Aktien an den Nissan-Konzern abtreten würden. Renault-Nissan will bis Jahresende die Kontrollmehrheit an Avtovaz erlangen.

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