Renault-Partnerschaft - frisches Geld für Lada

240 Millionen Euro für AvtoVAZ

Foto: ams

Der französische Autobauer Renault investiert weitere 240 Millionen Euro in seine Partnerschaft mit Russlands größtem Fahrzeugbauer AvtoVAZ (Lada). Die Finanzspritze solle es dem Unternehmen ermöglichen, neue Fahrzeugmodelle zu entwickeln, teilte Renault am Donnerstag (15.7.) mit.

Zudem werde im Zuge der geplanten Rekapitalisierung der Anteil von Renault an AvtoVAZ konstant gehalten.

Lada-Absatz bricht weg

Die Franzosen hatte vor zweieinhalb Jahren ein Viertel des russischen Konzerns übernommen. Seitdem brach der Lada-Absatz allerdings weg und Renault stemmt große Lasten, um im Lada-Werk Togliatti eine rentable Renault- und Nissan-Fertigung aufzubauen. Die Unterstützung im Gegenwert von 240 Millionen Euro solle bis 2012 zur Verfügung gestellt werden.
 
Bereits im November vergangenen Jahres hatten Renault und AvtoVAZ ein Protokoll über die Modernisierung des Lada-Werks Togliatti mit französischer Technik unterzeichnet. Die russische Regierung sicherte Staatshilfen in Höhe von 40 Milliarden Rubel (1,02 Milliarden Euro) zu. Von 2015 sollen nun im Rahmen der Partnerschaft 900.000 Fahrzeuge pro Jahr produziert werden.
 
Im Juni war auch Renault-Partner Nissan der strategischen Partnerschaft mit AvtoVAZ beigetreten. Die Unternehmen versprechen sich Synergien in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Fertigung und Logistik sowie Ein- und Verkauf. Bis 2015 soll der gemeinsame Marktanteil in Russland von 30 Prozent auf 40 Prozent zu steigen.
 
Der teilweise in Staatsbesitz befindliche Autobauer AvtoVAZ gilt als stark angeschlagen. Der Netto-Verlust lag 2009 bei 38,6 Milliarden Rubel (984 Mio Euro). Die russische Regierung hatte gefordert, Renault solle sich an der Sanierung des Herstellers beteiligen, der keine wettbewerbsfähigen Autos mehr baut. Renault hatte jedoch zunächst eine weitere Kapitalspritze abgelehnt und stattdessen angeboten, technisches Wissen zur Verfügung zu stellen.

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