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Kuka Augsburg

Roboter- und Anlagenbauer durch US-Insolvenzen weniger betroffen

Kuka Foto: Kuka 5 Bilder

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka ist von der Krise um die insolventen US-Autobauer weniger betroffen als befürchtet. Bei General Motors (GM) und Opel sei Kuka mit einem "blauen Auge davongekommen", sagte Finanzchef Matthias Rapp am Mittwoch (3.6.) der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

03.06.2009

Auch bei dem Autobauer Chrysler, für den Kuka die Rohkarosserie des Jeep Wrangler fertigt, rechne er mit einem glimpflichen Ausgang. 

Lage von Kuka war kritisch

Kuka war von den Turbulenzen auf den Automärkten schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Umsatz war im ersten Quartal um ein Fünftel geschrumpft, das Unternehmen rutschte in die roten Zahlen. Die Lage wurde durch die Insolvenzen erst von Chrysler und zuletzt von GM kritisch.

Die finanziellen Forderungen von Kuka an GM und Opel liegen nach Rapps Angaben derzeit bei knapp 5 Millionen Euro. Ende März waren es noch 30,6 Millionen Euro, für Ende Mai hatte Kuka die Außenstände ursprünglich auf 8,5 Millionen Euro taxiert.

Kuka geht davon aus, dass Opel bezahlt

Vier Fünftel der Ansprüche gegenüber dem GM-Konzern beträfen Opel. "Da gehen wir davon aus, dass die Forderungen aufgrund der angestrebten politischen Lösung gesichert sind." Der deutsche Autohersteller Opel war unter Mithilfe der Bundesregierung von der US-Mutter gelöst worden, um nicht in den Strudel der Insolvenz gerissen zu werden. Auch beim Konkurrenten Chrysler hat Kuka den Angaben zufolge die allgemeinen Forderungen von 10,4 Millionen Euro Ende April weiter reduziert. Eine genaue Summe wollte Rapp nicht nennen. 

Jeep Wrangler-Produktion ruht

Viel schwerer wiege die von den Augsburgern in Eigenregie betriebene Jeep-Produktion, KTPO genannt. Hier bestanden Ende April Risiken aus dem laufenden Betrieb von 8,5 Millionen Euro. Hinzu komme die rund 88 Millionen Euro schwere Finanzierung der Fabrik selbst. Gegenwärtig ruhe die Produktion des Jeep Wrangler.

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