Rolls-Royce Ghost Elegance in Diamantstaub gehüllt

Die teuerste Auto-Lackierung aller Zeiten

Rolls-Royce Ghost Elegance Diamanten Lack Foto: Rolls-Royce 6 Bilder

Wie kann ich meinen Rolls-Royce noch teurer und exklusiver machen? Auf Kundenwunsch ist bei dererlei Herstellern ja quasi alles möglich, doch diese Lackierung toppt jede Vorstellungskraft. Mit Hilfe von Diamanten.

Die Individualisierung des eigenen Fahrzeugs ist etwas, das wir üblicherweise von Autos wie dem Mini, dem DS3 oder dem Opel Adam kennen: Bunte Spiegelkappen, farbige Akzente im Cockpit, hier und da ein Schriftzug. Abseits davon ist natürlich Tuning auch ein schier unerschöpfliches Meer aus Anbauteilen und Komponenten. Doch was in den Luxus-Autoschmieden auf Kundenwunsch angefertigt wird, verschlägt einem regelmäßig die Sprache.

Rolls-Royce ist einer dieser Hersteller, bei dem so gut wie nichts unmöglich scheint. Ein Beispiel dafür ist der auf speziellen Kundenwunsch zusammengestellte Ghost mit dem Beinamen "Elegance". Was ihn vom Standard-Modell unterscheidet? 1.000 Diamanten. Die sind aber nicht profan aufgeklebt oder in irgendwelche Fassungen gedrückt, nein, die Diamanten sind fein gemahlen in der Lackierung verarbeitet worden. Der Preis wird leider nicht verraten, doch Rolls-Royce selbst betitelt den Lack als "den teuersten Lack, der jemals einen Rolls-Royce zieren durfte".

Rolls-Royce Ghost Elegance Diamanten Lack Foto: Rolls-Royce
So fein werden die Diamanten gemahlen, um später den Lack zum Glitzern zu bringen.

Details mit einem Pinsel aus Eichhörnchen-Haar

Wir spekulieren mal ein bisschen, abseits jeglicher Gewährleistung. Wenn wir Diamanten von mittlerer Güte zu Grunde legen, also hochfein weiße Dreiviertelkaräter, dann liegt der Preis pro Stück bei rund 9.100 Euro. Mal Tausend sind das schon 9.100.000 Euro. Klingt selbst für eine Lackierung bei Rolls-Royce nach einem übertrieben kostspieligen Extra. Aber selbst wenn es sich bei den Diamanten nur um weiße Drittelkaräter handelt, kommt ein Einkaufspreis von rund 870.000 Euro zustande. Etwaige Rabatte natürlich nicht mit einberechnet.

Getauft wurde die Lackierung übrigens treffend "Diamond Stardust", zusammengestellt wird die fertige Farbe nach zwei Monaten Test und Qualitätssicherung in Goodwood. Eine besondere Herausforderung war laut Hersteller die bekanntermaßen hohe Dichte der Diamanten. Denn natürlich sollten sie in der Lackierung glitzern, aber dennoch nicht fühlbar auf der Oberfläche liegen. Aus diesem Grund mussten die Diamanten zu einem sehr feinen Puder gemahlen werden. Obendrauf kommt dann noch eine Extraschicht Lack zum Schutz. Die Detail-Arbeit (rote und schwarze Akzente) wurde natürlich von Hand und mit einem - kein Scherz - Eichhörnchen-Haar-Pinsel erledigt.

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