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Rückruf Porsche Macan und Cayenne

Software-Update für Diesel

Porsche Macan S Diesel Foto: Achim Hartmann

Bereits im Januar 2018 berichteten wir über Porsches großen SUV-Rückruf. Sowohl der Cayenne als auch der Macan mit Dieselmotor sind betroffen, müssen zum Software-Update in die Werkstätten. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat jetzt für den Cayenne als auch für den Macan Bescheide erteilt. Wir haben die Details.

22.05.2018 Holger Wittich, Gregor Hebermehl

Das Kraftfahrtbundesamt hat die Lösung des Schummelsoftware-Problems beim Cayenne mit 4,2-Liter-Diesel per Softwareupdate genehmigt. In einem zweiten Schritt hat die Behörde nun Porsche die Erlaubnis erteilt, die betroffenen Cayenne- und Panamera-Modelle zurückzurufen. Dabei handelt es sich europaweit um 6.750 Wagen, von denen 3.900 auf Deutschland entfallen.

In Sachen Macan ist bei Porsche der KBA-Bescheid über die Forderung zur Einreichung einer technischen Lösung für die Diesel-Problematik eingegangen. Auch hier handelt es sich um eine Software-Lösung, die Porsche eng mit dem KBA abstimmt. Die Erlaubnis zu einem Rückruf könnte das KBA dann in einem der nächsten Schritte erteilen. In Europa sind 53.000 Macan betroffen, davon 15.000 in Deutschland.

Schon 2016 musste der Macan in die Werkstatt

Bereits 2016 hatte Porsche den Macan im Rahmen einer Serviceaktion in die Werkstätten gerufen. Dort wurde ebenfalls via Software-Update eine Abgasfunktion (Thermofenster) entfernt. Der 3,0-Liter-Diesel-V6 stammt aus der aktuellen Produktion von Audi, Porsche selbst fertigt keine Diesel-Motoren.

Genauer Zeitpunkt noch unklar

Wann die betroffenen Porsche-SUV in die Werkstatt müssen, ist noch nicht entschieden – auch hier redet das KBA an entscheidender Stelle mit.

Neuester Kommentar

Seat und Skoda sollen nicht betroffen sein? Schön wär's. Selbstverständlich sind die entsprechenden Vorgängergenerationen (Leon 1P und Octavia 1Z) mit dem alten EA189 genauso betroffen wie Golf VI, A3 8P FL usw.. Erst informieren, dann abkotzen.
Und wie mein Vorredner schon anmerkte, den aktuellen Modellen kann man wenig vorwerfen. Ganz im Gegensatz zu vielen Dieseln von Renault und Fiat. Entsprechende Messungen gibt es sowohl hier auf AMS als auch auch der Webseite des ADAC. Vorsicht, die Ergebnisse sind für VW-Hasser ziemlich ernüchternd.

Dass es in der Oberklasse leichter fällt, einen sauberen Diesel auf die Beine zu stellen, das sollte ebenfalls klar sein. Am besten geht es noch mit SCR-Kat und Harnstofflösung, aber das kostet nun mal Geld. Geld, das den Diesel teurer macht. Zu teuer für Diesel in Kleinwagen und vielleicht auch zu teuer für die Kompaktklasse. Zumindest sieht das ganz offensichtlich die Mehrzahl der Hersteller so, denn bei den Kleinen verzichten bislang fast alle auf SCR-Technik.
Ob es für die Umwelt ein Vorteil ist, wenn zukünftig (oder jetzt schon) nur noch jeder dritte (oder sogar nur jeder vierte) Golf-Käufer zu einem Diesel greift, oder zukünftig manch einer, der sich sonst mit einem Golf beschieden hätte, irgendwann zu einem Passat greifen muss, schlichtweg weil er aufgrund seiner jährlichen Fahrleistung einen Diesel braucht, das kann man sicherlich diskutieren. Nach wie vor bietet der Diesel einen CO2-Vorteil, und er kann sich damit auch gegenüber E-Mobilen mehr als sehen lassen. Letztere bieten faktisch nur lokal einen Emissionsvorteil. Klar, die Kohlekraftwerke stehen halt selten in der Innenstadt. Aus den Augen, aus dem Sinn.

930.engineering 22. Mai 2018, 22:13 Uhr
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