Saab will wieder produzieren

Chinesen sichern Überleben

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Der angeschlagene schwedische Autohersteller Saab will innerhalb der kommenden Woche die Produktion wiederaufnehmen. Zudem will ein chinesischer Konzern Millionen in die Schweden investieren.

Der niederländische Saab-Eigentümer Spyker Cars teilte am Montag (2.5.) mit, man habe mit dem Fonds Gemini Investment eine Wandelanleihe über 30 Millionen Euro vereinbart. Außerdem erwarte man 29,1 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB). Damit sei das Wiederanlaufen der Fertigung gewährleistet, heißt es in der Mitteilung. Die Produktion bei Saab mit 3.700 Beschäftigten steht seit gut drei Wochen still, weil dem Unternehmen bislang das Geld zur Begleichung von Lieferanten-Rechnungen fehlte.

Partner aus China in Sicht

Kapital aus China rettet den akut vom Aus bedrohten schwedischen Autobauer Saab vorerst. Wie Saabs Eigner Spyker Cars und der chinesische Autokonzern Hawtai am Dienstag in Peking mitteilten, sollen für die vereinbarte strategische Allianz "mittelfristig" 150 Millionen Euro aus China bereitgestellt werden. Der niederländische Spyker-Chef Victor Muller sagte, nach "mehreren Wochen mit schlechten Nachrichten" gebe es jetzt die richtige Lösung für Saab. Über die neue «strategische Partnerschaft» sagte er: "Sie sichert unsere mittelfristige Finanzierung und ermöglicht Saab den Einstieg auf dem chinesischen Markt." Man habe mit Hawtais Technologie für Dieselmotoren und der chinesischen Produktionskapazität den richtigen Partner gefunden. Hawtai ist ein vergleichsweise kleiner und junger Konzern mit eigenen Produktionskapazitäten für 200.000 Autos in China. Wie beide Unternehmen am Dienstag in Peking mitteilten, soll ab 2013 in Hawtai-Fabriken das neue Saab-Modell 9-3 für den heimischen Markt vom Band laufen.

Zhang sagte zu der Partnerschaft mit Saab: "Wir bekommen hier Zugang zu innovativer Technologie und einem internationalen Netzwerk, das wir sonst über Jahrzehnte hätten aufbauen müssen." Es sei "ein großer Tag für ein relativ junges Unternehmen".

Deal muss noch genehmigt werden

Die schwedischen Gewerkschaften sowie Regierungsvertreter in Stockholm begrüßten den Schritt von Hawtai. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson warnte aber vor übereiltem Optimismus und erklärte, die Krise sei für Saab noch nicht vorüber. Das Übereinkommen mit Hawtai muss noch von den chinesischen Behörden, der schwedischen Kreditaufsicht sowie der Europäischen Investitionsbank (EIB) genehmigt werden.

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