Scania-Deal

MAN aufspalten

Foto: Scania

Die schwedischen Akteure bei der umstrittenen Fusion des heimischen Nutzfahrzeugherstellers Scania mit MAN in Deutschland setzen auf eine Aufspaltung des Münchner Konzerns.

Das bestätigte der Chef der Stockholmer Finanzgesellschaft Investor, Börje Ekholm, erstmals in der Zeitung "Dagens Nyheter". "Man kann wohl sagen, dass es keine Synergien zwischen Lastwagen und Turbinen gibt", sagte Ekholm am Freitag (19.1.) als Sprecher des zweitgrößten Scania-Eigners und mit Blick auf die Aktivitäten von MAN beim Turbinenbau, Dieselmotoren sowie Industrieservice.

Diese Aufspaltung hatte MAN-Chef Hakan Samuelsson bei seinen Plänen für eine Übernahme von Scania stets ausgeschlossen. Ekholm sagte dagegen: "Es ist natürlich wichtig, dass man die richtige Struktur bei einer Fusion findet." Generell falle es "reinrassigen Unternehmen leichter, nicht die Konzentration auf den Ball zu verlieren".

Bei der Vorstellung der Investor-Bilanz verlangte Ekholm die Rücknahme des in Schweden als feindlich eingestuften und abgelehnten MAN-Übernahmeangebotes in Höhe von 10,3 Milliarden Euro, das am 31. Januar ausläuft. Das sei zentrale Voraussetzung für "die Schaffung eines freundlichen Klimas", damit beide Unternehmen in Ruhe und ohne Zeitdruck über ein Zusammengehen verhandeln könnten.

"Dagens Nyheter" hatte Mitte der Woche ohne Angabe von Quellen berichtet, dass die wie Investor zur Wallenberg-Gruppe gehörende Finanzgesellschaft EQT über die MTU Friedrichshafen an der Übernahme des MAN-Dieselmotorbaus interessiert sei. In dem Bericht hieß es weiter, dass bei einem Zusammengehen von Scania und MAN nicht der etwa gleichgroße Börsenwert beider Unternehmen zu Grunde gelegt werden könne. Vielmehr müsse beim deutschen Beteiligten ein Drittel des Umsatzes abgerechnet werden, der aus Aktivitäten außerhalb des Lkw- und Busgeschäftes stamme.

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