Scania vor dem Verkauf

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Der Handel mit Aktien des schwedischen Lastwagen- und Busherstellers Scania ist am Mittwoch (13.9.) in Stockholm erneut wegen eines wahrscheinlich bevorstehenden Übernahmeangebotes durch den deutschen MAN-Konzern ausgesetzt.

Das teilte die Börse in Stockholm mit. Scania hatte am Vorabend selbst in einer Mitteilung an die Börse erklärt, dass ein solches Angebot wahrscheinlich sei.

Nach offiziell nicht bestätigten Angaben des Wirtschaftsblattes "Dagens Industri" hat MAN bereits grünes Licht für eine Übernahme durch Volkswagen und die schwedische Wallenberg-Gruppe als bisher größte Scania-Eigner erhalten. Nach einer Zusammenlegung beider Nutzfahrzeughersteller würde der Konzern zum derzeitigen Branchenzweiten Volvo aufschließen. Marktführer ist Daimler-Chrylser.

Scania plant Vertriebsallianz

Zugleich will der zur Toyota-Gruppe gehörende japanische Lastwagenbauer Hino Motors im Verbund mit dem schwedischen Rivalen Scania seine Position gegenüber Daimler-Chrysler stärken. Hierzu will Hino laut der gewöhnlich gut informierten japanischen Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun" eine globale Vertriebsallianz mit Scania eingehen und so die Absatzkanäle in Asien, Südamerika und anderen aufstrebenden Märkten ausbauen.

Hintergrund sei die weltweit wachsende Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und die Konkurrenz durch Marktführer Daimler-Chrysler, der den japanischen Nutzfahrzeugbauer Mitsubishi Fuso übernommen hatte. Als ersten Schritt werde Scania im kommenden April mit dem Vertrieb von Hino-Lkws der Vier-Tonnen-Klasse in Südkorea beginnen. Dies stelle den ersten umfangreichen Einstieg einer japanischen Lkw-Marke in den südkoreanischen Markt dar, hieß es. Hino peile dort in etwa zwei bis drei Jahren einen Marktanteil von zehn Prozent an.

Hino und Scania waren bereits 2002 eine Partnerschaft eingegangen, die mit dem Austausch von Fachkräften begann. Die Allianz blieb jedoch auf Japan beschränkt, wo Hino seit 2003 Scania-Lkws verkauft.

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