Schaeffler ändert Übernahmeangebot

Foto: Schaeffler

Die Schaeffler-Gruppe hat am Dienstag (6.8.) ihr Übernahmeangebot für Continental in bestimmten Punkten geändert und damit verhindert, dass das Angebot möglicherweise erlischt.

Dabei geht es vor allem um eine mögliche Kapitalerhöhung von Conti. In Branchenkreisen hieß es, Schaeffler habe damit einen "schweren handwerklichen Fehler" korrigiert.

Schaeffler verzichtete etwa auf die in der bisherigen Angebots-Unterlage genannte "Vollzugsbedingung", dass Conti bis zum Ablauf der Annahmefrist keinen Beschluss über die Ausgabe von Aktien aus genehmigtem Kapital fasst. Zudem strich Schaeffler die Bedingung, dass der Conti-Vorstand bis zum Ablauf der Annahmefrist "keine Durchführung einer Kapitalerhöhung auf Grundlage eines genehmigten Kapitals" anmeldet. Andernfalls hätte gedroht, dass das Schaeffler-Angebot erlischt.

Wie Schaeffler in Herzogenaurach mitteilte, trat das Unternehmen mit den Änderungen "Marktspekulationen" entgegen, dass das Angebot an die Conti-Aktionäre bereits durch solche Vorbereitungsmaßnahmen behindert werden könnte. Schaeffler weise jedoch ausdrücklich darauf hin, dass das Angebot unverändert unter der Bedingung stehe, dass Kapitalmaßnahmen bis zum Ablauf der Annahmefrist nicht durchgeführt werden.

Die Schaeffler-Gruppe als größter Conti-Aktionär halte solche Kapitalmaßnahmen für unvertretbar, da sie die Interessen der Aktionäre verletzen würden. Vor dem Hintergrund von Zusagen Schaefflers seien Vorstand und Aufsichtsrat von Conti gesetzlich verpflichtet, auf Maßnahmen zu verzichten, die lediglich der Abwehr des Angebotes dienten und den Aktionären die freie Entscheidung über die Annahme des Angebotes zu nehmen versuchten.

Zu den Optionen von Conti bei der Abwehr einer Übernahme zählt neben der Suche nach einem "weißen Ritter", einem freundlich gesonnenen Großinvestor, auch eine Kapitalerhöhung.

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