Schaeffler

Aufschub von Lohnerhöhung

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Der finanziell angeschlagene Autozulieferer Schaeffler hat die Beschäftigten um einen Aufschub der im Frühjahr anstehenden Tariferhöhung gebeten. Statt zum 1. Mai sollte die mit den Gewerkschaften vereinbarte Tariferhöhung erst zum 1. Dezember 2009 in Kraft treten, teilte der Sprecher der Schaeffler-Gruppe, Detlef Sieverdingbeck, am Montag (9.2) mit.

Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Nürnberger Nachrichten"  am Dienstag. Bei dem Unternehmen, das im vergangenen Sommer mit der Conti-Übernahme für Aufsehen gesorgt hatte, sind seit Anfang Februar rund 20.000 Beschäftigte in Kurzarbeit.

Gewinnbeteiligung als Ausgleich

Als Ausgleich bietet das Unternehmen nach Sieverdings Worten der Belegschaft ab 2010 eine Gewinnbeteiligung an. "Diese würde dann im Jahr 2011 erstmals ausgezahlt."

Dabei handele es sich nicht um eine einmalige Aktion, sondern um einen dauerhaften Einstieg in ein Gewinnbeteiligungsmodell. Der Vorschlag werde derzeit mit dem Betriebsrat diskutiert. "Die Mitarbeiter sollten Verständnis haben für die schwierige Lage des Unternehmens und zu innovativen Lösungen bereit sein", betonte der Firmensprecher.

Arbeitnehmervertreter gegen Verschiebung

Nach Informationen der "Nürnberger Nachrichten" sind die Arbeitnehmervertreter derzeit wenig geneigt, einer Verschiebung der Tariferhöhung zuzustimmen. Für den Schaeffler-Betreuer der IG Metall Bayern, Wolfgang Müller, kommt allenfalls eine Stundung der Lohnerhöhung infrage, nicht aber ein Aufschub. In seinen Augen haben die Schaeffler-Eigentümer mit dem "Brandbrief" an den Betriebsrat erstmals offiziell zugegeben: "Uns steht das Wasser bis zum Hals". Die Familie hatte am Wochenende massiv um staatliche Hilfen zur Überbrückung ihrer Kreditprobleme gebeten. Es sei bislang nicht gelungen, Investoren zu finden.

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