Schaeffler

Conti-Übernahme läuft

Foto: dpa

Die Schaeffler-Gruppe schreitet bei der Übernahme des Autozulieferers Continental voran. Bis zum 19. Dezember werde mit der Freigabe durch die EU-Wettbewerbshüter gerechnet, sagte ein Schaeffler-Sprecher am Donnerstag (27.11.).

Binnen acht Bank-Arbeitstagen und damit bis zum 8. Januar 2009 müsse dann die Bezahlung der angedienten Aktien erfolgen. Es geht um maximal rund zehn Milliarden Euro, die Schaeffler den Anlegern überweisen muss. "Es kann auch weniger werden", sagte der Sprecher und verwies auf Aktienkäufe außerhalb des offiziellen Übernahmeangebots.

Schaeffler hatte sich Mitte des Jahres eine Übernahmeschlacht mit dem Conti-Management geliefert, an deren Ende die Franken die Hannoveraner zu einer umfassenden Zusammenarbeit drängen konnten. Schaeffler hat in seiner offiziellen Offerte 75 Euro pro Conti-Aktie geboten, der aktuelle Kurs liegt bei nur knapp 39 Euro. Spekulationen über einen milliardenschweren Abschreibungsbedarf wies der Sprecher aber zurück: Continental sei eine strategische Beteiligung und keine Finanzbeteiligung. Deshalb gebe es auch "keine Verpflichtung, die Aktien zu Marktpreisen zu bilanzieren". Der innere Wert des Unternehmens sei entscheidend.

Seit Monaten kursieren im Markt Spekulationen, Schaeffler bekomme wegen der Finanzkrise nicht genügend Geld für den Kauf zusammen und das ganze Geschäft könne deshalb platzen. Aus diesem Grund notieren die noch frei gehandelten Aktie auch deutlich unter dem Angebotspreis. Laut "Handelsblatt" hat sich der Wälzlager-Hersteller nun Hilfe ins Haus geholt. Damit das Bankenkonsortium die für den Deal notwendige Schuldenlast in Höhe von 16 Milliarden Euro besser schultern könne, hätten die Franken die US-Bank J.P. Morgan mit der Restrukturierung ihrer Kredite beauftragt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise. Die Amerikaner sprächen bereits mit den Banken.

Schaeffler wurden bis zum Ende der erweiterten Annahmefrist am 16. September gut 82 Prozent der Conti-Aktien angedient. Darüber hinaus hält das Unternehmen nach letztem Stand bereits knapp acht Prozent und kauft laufend weiter zu. Zuletzt zahlte Schaeffler 55,32 Euro je Anteilsschein. Die Aktien stammten aus dem Pool der angedienten Papiere. Angesichts der Spekulationen über ein Scheitern des Geschäfts sind die bisherigen Besitzer bereit, ihre Aktien an Schaeffler auch mit Abschlag gegenüber dem Angebotspreis zu verkaufen.

Neues Heft
Top Aktuell Skoda Karoq Scout Skoda Karoq Scout und Sportline Mal robust, mal sportlich
Beliebte Artikel Schaeffler Bio-Hybrid CES 2019 Schaeffler Bio-Hybrid Tretauto mit E-Motor Forschungsprojekt FastCharge: Ultra-Schnellladetechnologie bereit für die Elektrofahrzeuge der Zukunft. Forschungsprojekt FastCharge E-Auto laden in 15 Minuten
Anzeige
Sportwagen sport auto 1/2019 - Heftvorschau sport auto 1/2019 8 Sportwagen im Handling-Check Aston Martin Valkyrie V12-Motor des Aston Martin Valkyrie So schreit der 1.000-PS-Sauger
Allrad Porsche Macan, Facelift 2019 Porsche Macan (2019) Facelift Scharfes Heck, starke Motoren Audi SQ5 3.0 TFSI Quattro, Exterieur, Heck SUV Neuzulassungen November 2018 Audi und Porsche unter Druck
Oldtimer & Youngtimer Porsche 911 (996) Carrera Coupe Porsche 911 (996) Kaufberatung Probleme des Schnäppchen-Elfer Aston Martin Heritage EV Concept Aston Martin Heritage EV Concept Elektroantrieb für Klassiker