Schaeffler erwartet EU-Stellungnahme zu Conti

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Der Automobilzulieferer Schaeffler erwartet an diesem Donnerstag wegen der geplanten Continental-Übernahme eine Stellungnahme der EU-Kommission zu den noch offenen Fragen. Sollte diese positiv ausfallen, werde voraussichtlich noch in dieser Woche der offizielle Antrag zur Genehmigung eingereicht, sagte ein Sprecher des Familienunternehmens am Mittwoch (12.11.) in Herzogenaurach.

Dann beginne eine 25-Tage-Frist, innerhalb derer sich die Kartellbehörde abschließend zu dem Antrag äußern werde. Sollte es noch weitere Rückfragen der EU-Kommission zu dem Entwurf geben, müssten diese erst erneut geprüft werden. Ende Oktober hatte die Kommission den Entwurf für den Antrag wegen einiger offener Punkte zurückgegeben.

Schaeffler hatte sich im August nach einer wochenlangen Übernahmeschlacht mit dem wesentlich größeren DAX-Unternehmen Conti auf ein umfassendes Engagement bei dem Hannoveraner Autozulieferkonzern geeinigt. Zuletzt hatte es wegen der Kapitalmarktkrise und den damit erschwerten Finanzierungsbedingungen immer wieder Zweifel daran gegeben, ob Schaeffler das Geschäft stemmen kann. Das Unternehmen hatte den Conti-Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot in Höhe von 75 Euro je Aktie gemacht, darf den Vereinbarungen mit Continental zufolge aber maximal 49,99 Prozent der Anteile halten. Dem fränkischen Familienunternehmen wurden rund 82 Prozent der Conti-Aktien angeboten. Mit den bereits gehaltenen Anteilen von knapp acht Prozent würde Schaeffler nach Abschluss des Übernahmeangebots auf rund 90 Prozent kommen. Daher muss die Schaeffler-Gruppe einen Teil an institutionelle Investoren weiterreichen.

Mehrere Arten von Conti-Aktien

An der Börse gibt es wegen des Übernahmeangebots derzeit mehrere Arten von Conti-Aktien. Die Schaeffler bereits zum Kauf angebotenen Papiere verteuerten sich am Mittwoch deutlich, nachdem sie in den vergangenen Tagen bis auf 53,20 Euro gefallen waren. Zuletzt kosteten sie 56,50 Euro. Die Schaeffler bereits angebotenen Papiere werden derzeit von einigen Investoren verkauft, weil sie entweder Zweifel an der Übernahme haben oder wegen der aktuellen Finanzmarktkrise frisches Kapital brauchen, bevor die Transaktion offiziell abgeschlossen wird. Schaeffler selbst hatte zuletzt immer wieder selbst bereits angebotene Papiere über den Aktienmarkt zugekauft. Die nicht angedienten Aktien legten um 2,4 Prozent auf 29,70 Euro zu.

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