Schaeffler-Krise

Zulieferer will 4.500 Stellen in Deutschland abbauen

Foto: dpa

Der angeschlagene Autozulieferer Schaeffler will in den kommenden Monaten rund 4500 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mit.

Insgesamt sollen auf diese Weise Personalkosten von rund 250 Millionen Euro gespart werden, heißt es in einer Firmen-Mitteilung. Betriebsbedingte Kündigungen sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Das Unternehmen begründete die Einschnitte mit den Auftrags- und Umsatzeinbrüchen im Automobilzuliefergeschäft.

Staat hilft nur mit Bürgschaft oder Darlehen

Bei den möglichen Staatshilfen könne es sich nur um Bürgschaften oder Darlehen, nicht aber um eine Übernahme von Schaeffler-Anteilen durch den Staat handeln, sagte Seehofer. Die Schaeffler-Spitze hatte ihre Pläne am Montagabend bei einem Treffen mit Seehofer und Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) vorgestellt. Anschließend vereinbarten die Teilnehmer Vertraulichkeit. Seehofer betonte: "Wir haben die Überlegungen der Firma Schaeffler positiv  aufgenommen."


Eine Lösung könne es aber nur unter Beteiligung des Bundes und der anderen betroffenen Bundesländer geben. Neben Niedersachsen, wo die von Schaeffler übernommene Continental-Gruppe ihren Sitz hat, seien noch mehrere andere Bundesländer beteiligt. "Das wird ein ganz schwieriger Weg", betonte der CSU-Politiker.

Schaeffler und Conti haben zusammen weltweit 200.000 Mitarbeiter. "Wir wollen so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten." Unmittelbar nach dem Treffen mit der Schaeffler-Spitze habe er mit dem Bundeswirtschaftsminister telefoniert. Guttenberg werde seinerseits mit der Firma sprechen, sagte Seehofer. Schaeffler hatte sich vergangenes Jahr mit dem Conti-Kauf übernommen und leidet inzwischen auch unter der weltweiten Flaute in der Autobranche.

Auszubildende demonstrieren für Joberhalt

Derweil haben Schaeffler-Auszubildende am Dienstag am Firmensitz in Herzogenaurach für ihre Übernahme nach Abschluss der Lehre demonstriert. Bei einer Unterschriftensammlung vor dem Werkstor hätten sich etwa 1.000 Schaeffler-Beschäftigte mit den Forderungen der jungen Kollegen solidarisch erklärt, berichteten Betriebsrat und die IG Metall Erlangen. Bislang sei die Übernahme bei Schaeffler nie ein Thema gewesen. "Nun sollen sie die ersten sein, die bei Schaeffler gehen müssen", sagte die Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung, Hanna Köhler, laut Mitteilung.

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