Schefenacker

Gläubiger bremsen

Foto: Schefenacker

Die Sanierung des angeschlagenen Autospiegelherstellers Schefenacker verzögert sich. Ein für diesen Freitag (30.3.) einberufenes Gläubigertreffen sei auf spätestens 4. Mai verschoben worden, teilte Schefenacker mit. Hintergrund seien Bedenken von Gläubigern gegenüber dem Sanierungsplan von Anfang Februar.

Deshalb sei ein überarbeitetes Angebot zwischen den Parteien ausgehandelt worden. Die Zentrale des Unternehmens war im Zuge der Sanierung von Schwaikheim (Rems-Murr-Kreis) nach Portchester verlagert worden.

Schefenacker schien im Februar gerettet, nachdem sich die Hauptkreditgeber und der Gesellschafter auf einen Plan zur Restrukturierung der Verbindlichkeiten geeinigt hatten, die rund 450 Millionen Euro betragen. Zuvor hatte es ein monatelanges Ringen um das hochverschuldete Unternehmen gegeben, bei dem die Gewerkschaften um die rund 7.900 Arbeitsplätze bangten, Topmanager entlassen wurden und namhafte Autokonzerne um die Stabilität ihrer Produktion wegen fehlender Teile fürchteten. Schefenacker beliefert unter anderem Daimler-Chrysler und VW mit Rückspiegeln.

Erste Verbesserungen

Die Schuldensumme von 450 Millionen Euro setzt sich aus einer Anleihe in Höhe von 200 Millionen Euro sowie Bankverbindlichkeiten von 250 Millionen Euro zusammen, die an Spezialfonds verkauft worden waren. Ursprünglich sollten die Forderungen der Anleihegläubiger gegen einen Anteil von fünf Prozent am restrukturierten Kapital getauscht werden. Dagegen habe es Bedenken gegeben. Das neue Angebot sieht eine zusätzliche Barzahlung von 7,5 Millionen Euro sowie Optionsscheine im Gegenwert von zehn Prozent der Gesellschaft vor.

Vorstandschef Stephen Taylor sagte, die operativen Verbesserungen bei Schefenacker zeigten erste Ergebnisse. Es habe in allen Segmenten starke Monatsergebnisse gegeben und man liege über den Planzielen. Dies habe die Gläubiger überzeugt "und gab uns die Flexibilität, die Verhandlungen zur Rettung von Schefenacker neu aufzunehmen", sagte Taylor.

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