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Schefenacker

Vorstandschef geht

Der finanziell angeschlagene Automobilzulieferer Schefenacker hat seinen Vorstandschef Reiner Beutel entlassen. "Er gehört mit sofortiger Wirkung nicht mehr zum Unternehmen."

Das bestätigte am Montag (12.12.) ein Sprecher des nach eigenen Angaben weltweit führenden Produzenten von Autorückspiegeln entsprechende Berichte verschiedener Zeitungen. Beutel hatte den Posten erst vor zwei Monaten angetreten. Er soll nach Angaben der "Stuttgarter Zeitung" durch den US-Amerikaner Stephan Taylor von der Unternehmensberatung Alix-Partners ersetzt werden.

Das Familienunternehmen steckt tief in den roten Zahlen: Im dritten Quartal 2006 wurde der Verlust nach Steuern fast verdoppelt. Nachdem im Vorjahr das Ergebnis nach Steuern bei minus 17,1 Millionen lag, betrug der Fehlbetrag nun 32 Millionen Euro. Der Umsatz sank von 227,9 Millionen auf 223,3 Millionen Euro. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" sollen sich Alleineigentümer Alfred Schefenacker und Beutel überworfen haben, weil sie unterschiedliche Ansichten über die Umschuldung der Konzern-Verbindlichkeiten haben.

Im Jahr 2005 betrug der Umsatz der Gruppe 930 Millionen Euro, sie beschäftigt rund 7.900 Mitarbeiter. Ein zuletzt vereinbartes Stillhalteabkommen mit den Mehrheitskreditgebern für einen Kredit und ein Darlehen in dreistelliger Millionenhöhe läuft an diesem Freitag aus.

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