Schrempp-Klage wird Musterprozess

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Die Schadenersatzklage eines ehemaligen Daimler-Chrysler-Aktionärs gegen Ex-Konzernchef Jürgen Schrempp soll zu einem Musterverfahren werden. Beim Landgericht Stuttgart sei ein so genannter Musterfeststellungsantrag eingereicht worden, teilten die Anwälte eines Klägers am Donnerstag (16.2.) in München mit.

Es geht dabei um die Frage, ob der Konzern den Rücktritt von Schrempp am 28. Juli vergangenen Jahres zu spät mitgeteilt hat.

Voraussetzung für das Musterverfahren ist nach Angaben eines Gerichtssprechers, dass mindestens zehn gleich gelagerte Anträge eingereicht werden. "Da wir noch weitere zehn Mandanten vertreten, wird es höchstwahrscheinlich zu einem Musterverfahren kommen", sagte der Münchner Rechtsanwalt Klaus Rotter. Das Oberlandesgericht Stuttgart muss für alle anhängigen Fälle über die wesentlichen Fragen entscheiden. An diesen Musterentscheid sind dann alle Gerichte in diesem Komplex gebunden.

Bisher sind beim Landgericht Stuttgart und beim Amtsgericht Stuttgart zwei Schadensersatzklagen wegen des Schrempp-Rücktritts eingereicht worden. Die Kläger werfen Daimler-Chrysler vor, den Rücktritt zu spät mitgeteilt zu haben, so dass die Aktionäre am folgenden Kurssprung der Aktie nicht mehr teilhaben konnten. Während des Musterverfahrens ruhen die Prozesse.

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