Schumi stürzt, Rossi lobt

Foto: dpa

Michael Schumacher ist erneut bei einem Motorrad-Rennen gestürzt, doch Spuren hinterließ sein Abflug wieder nur an seinem Schutz-Overall.

"Die zweite ruinierte Kombi, mehr ist nicht passiert. Ich bin völlig okay", gab der Formel-1-Rekordweltmeister am Sonntag (1.6.) sofort Entwarnung. Nach einer bravourösen Aufholjagd kam Schumacher in der elften Runde des zweiten Laufs zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft zu Fall. "Schade, mein Ausrutscher", meinte Schumacher auf seiner Homepage. "Ich lag schon so gut, der 17. Platz wäre für mich absolut klasse gewesen, aber da rutschte ich in der elften Runde einfach so weg und ins Aus", berichtete der von Rang 25 aus gestartete Kerpener.

Mit anderen Fahrern ließ sich Schumacher, der zwei Wochen zuvor in Oschersleben ebenfalls im zweiten Tageslauf gestürzt und dabei unverletzt geblieben war, zusammen in die Box bringen. Einen eigenen "Chauffeur" hatte er abgelehnt. Im ersten Lauf war Schumacher auf dem Kurs, den er als Formel-1-Pilot fünf Mal als Sieger verlassen hatte, auf den sehr achtbaren 22. Platz gekommen, "womit ich auch sehr zufrieden war". Ihm gehe es darum, Stückchen für Stückchen dazu zu lernen.

Lob vom Motorrad-Weltmeister

"Es ist sehr mutig von ihm, in seinem Alter noch einmal anzufangen", sagte unterdessen der siebenmalige Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er kenne Schumacher persönlich und sei beeindruckt von ihm, so der Italiener. "Jeder kann irgendwie Auto fahren, aber Motorradfahren muss man lernen", sagte Rossi, der selbst beinahe den umgehrten Weg - vom Motorrad ins Formel-1-Cockpit bei Ferrari - gegangen wäre. "Ich hatte 2006 tatsächlich überlegt zu wechseln. Ferrari wollte mich", meinte Rossi. Ende 2006 hatte Schumacher seine Karriere nach sieben WM-Titeln beendet.

Bei dem zweiten Lauf auf dem Nürburgring habe er "mit der Vorderbremse ein klein wenig zu stark gebremst, und schon wars das", meinte der 39-Jährige. "Wirklich schade, denn dieses Rennen heute hat mir sehr viel Spaß gemacht." Dass er von seinen Erfahrungen auf dem Eifel-Kurs als Formel-1-Fahrer so gut wie gar nicht profitieren würde, stellte Schumacher schon am Samstag fest. "Man fährt bei der Formel 1 ganz andere Linien, das lässt sich nicht vergleichen", sagte er nach einem "chaotischen" Samstag, an dem erst Nebel zur Absage des ersten Zeittrainings geführt und anschließend die nasse Strecke die Fahrer herausgefordert hatte.

"Das war recht anspruchsvoll für mich", berichtete Schumacher, der ansonsten auch bei seinem zweiten Rennwochenende für Trubel in der und um die IDM sorgte. Auf dem Nürburgring wurde der Wohnwagen des Teams Holzhauer Racing Promotion, das durch Titelverteidiger Martin Bauer aus Österreich sich über weitere zwei Siege freuen durfte, teilweise vor neugierigen Blicken der Fans geschützt und der Bereich des Rennstalls von Gastfahrer Schumacher abgesperrt.

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