Hersteller wie Opel könnten künftig verstärkt in Russland produzieren.

Schwacher Rubel

Krim-Krise belastet deutsche Autobauer

Die Krim-Krise hat für deutsche Wirtschaft negative Folgen. Die Autohersteller leiden unter dem Wertverlust des russischen Rubels und verbuchen Einbußen beim Absatz. Möglich, dass bald verstärkt in Russland produziert wird.

"Wir spüren bereits Belastungen durch den Wechselkurs des Rubels", sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann der "Automobilwoche". War der Wert der russischen Währung in den vergangenen Monaten fast permanent angestiegen, so befindet sich der Rubel seit vergangener Woche und der Verschärfung der Krim-Krise nun im Sinkflug. Die Folge: Importierte Produkte werden teurer - und damit weniger verkauft. Dabei ist Russland vor allem für Opel einer der wichtigsten Zukunftsmärkte. "Sicher ist: Russland wird 2020 der größte Automarkt Europas sein. Und die Entwicklung bis dahin wird wie bei einem Marathon verlaufen - es wird Höhen und Tiefen geben", prognostiziert Neumann.

Premium-Hersteller machen sich keine Sorgen

Die Konkurrenten Ford und Renault schauen ebenfalls sorgenvoll nach Russland. Bernhard Mattes, Deutschlandchef von Ford, sieht gegen Kursschwankungen des Rubels auf weite Sicht nur die Lösung, verstärkt vor Ort zu produzieren. "Kurzfristig können wir darauf nur mit dem Preis reagieren. Langfristig geht es um einen höheren Lokalisierungsgrad", sagte er der "Automobilwoche".

Audi-Chef Rupert Stadler denkt, dass der schwache Rubel vor allem Hersteller von Autos für die Masse treffen werde. Seine Einschätzung: "Ich glaube, dass wir im Premiumbereich mit geringen Auswirkungen rechnen können." BMW-Finanzchef Friedrich Eichiner erklärte, dass sein Unternehmen die Prognose für 2014 wegen des Rubel-Verlustes nicht korrigieren müsse - solange die Krim-Krise nicht eskaliere.

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