Seat

2006 Verlust deutlich reduziert

Update +++ Die spanische Volkswagen-Tochter Seat hat das zweite Jahr in Folge rote Zahlen geschrieben. Der Autohersteller verzeichnete 2006 einen Verlust von 49 Millionen Euro. Das teilte Seat bei der Bilanzkonferenz in Barcelona mit.

Mit dem Verlust konnte die spanische VW-Tocher aber ihr Defizit im Vergleich mit dem Jahr 2005 um 21,5 Prozent reduzieren.

Der seit Oktober amtierende Seat-Chef Erich Schmitt wies Spekulationen zurück, VW wolle sich angesichts schlechter Ergebnisse von seiner spanischen Tochter trennen: "Wir wollen weiter in die Zukunft von Seat investieren und alles tun, um die Marke zu stärken und auszubauen."

Seat auf dem Weg der Besserung

"Dies ist ein deutliches Zeichen, dass Seat quantitativ sowie qualitativ wächst und ein Unternehmen auf dem Weg der Besserung ist", sagte Schmitt. Im vergangenen Jahr seien rund 430.000 Autos der Marke Seat verkauft worden, 1,9 Prozent mehr als 2005. Vor allem die Modelle Ibiza und León fanden guten Absatz. Die Produktion stieg um 6,1 Prozent auf etwa 408.000 Stück. Die Kapazität des Werks in Martorell bei Barcelona liegt bei rund einer halben Million Autos.

"Noch können wir aber mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein", räumte Schmitt ein. Im Jahr 2008 werde Seat in die Gewinnzone zurückkehren. Er glaube daran, Seat nachhaltig erfolgreich machen zu können. Daher werde er auch seinen Posten im Audi-Vorstand niederlegen, ergänzte der 60-Jährige.

Erweiterung der Produktpalette

Für Seat sei ein Zukunftsplan entwickelt worden, der Anfang März dem VW-Aufsichtsrat vorgelegt werden solle. Eckpfeiler seien unter anderem eine systematische Erweiterung der Produktpalette und die Kostenoptimierung. Auch müsse die Marke Seat international bekannter gemacht werden. Presseberichte, Seat wolle zwischen 500 und 1.000 weitere Mitarbeiter entlassen, wies Schmitt als Spekulation zurück. Das Unternehmen hatte bereits Ende 2005 rund 1.000 Stellen gestrichen.

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