Seat-Chef Schmitt

Marktführer in Spanien bis 2010

Foto: ams

Seat will spätestens 2010 wieder Marktführer im spanischen Heimatmarkt sein und damit den aktuellen Marktführer Renault ablösen.

Das kündigte Seat-Chef Erich Schmitt im Gespräch mit auto motor und sport an. Zudem wolle Seat seine Modellpalette auch durch ein neues Flaggschiff auf Basis des früheren Audi A4 erweitern, so Schmitt.

England, Italien, Frankreich, Deutschland noch mit Potential

Um Marktführer in Spanien zu werden, bereitet Seat neben der Modell- auch eine Vertriebsoffensive vor. "Wir haben unseren Händlern gerade die neuen Produkte gezeigt. Der Handel ist vorbereitet, dass wir im nächsten Frühjahr mit neuen Produkten durchstarten. Damit müsste es 2009, spätestens aber 2010 soweit sein." Um die Ziele von Konzern-Chef Martin Winterkorn zu erreichen, bis 2018 den Absatz von 500.000 auf  800.000 Einheiten zu steigern, will Schmitt vor allem in Europa weiter wachsen. "In England, Italien, Frankreich und in Deutschland haben wir unsere Potenziale noch nicht ausgeschöpft. Unser Hauptwachstum sehe ich in den osteuropäischen Staaten. Dort legen wir bereits beachtlich zu. Auch an unserer Strategie für Mexiko arbeiten wir derzeit intensiv." Einen Markteintritt in den USA und Kanada schließt Schmitt dagegen aus. "Das wäre vermessen. Wir schauen, ob unsere Kunden in China schon bereit sind für ein sportliches, designorientiertes Auto. In Peking und Shanghai, das heißt in der Küstenregion, könnten sich unsere Autos schon verkaufen."

Bei der angekündigten Modelloffensive kündigte Schmitt den Bau eines Modells der gehobenen Mittelklasse auf Basis des Audi A4 für 2009 an. "Dafür haben wir die erprobte und immer noch aktuelle A4-Plattform weiter entwickelt. Für uns eine technisch intelligente und kostenoptimale Lösung mit bewährter Qualität, um unsere Modellpalette nach oben abzurunden", so Schmitt. "Wir brauchen ein größeres Modell für neue Kundensegmente. Die Weiterverwendung hochaktueller Technologien und Einrichtungen sowie der Plattform ist eine intelligente und smarte Investition."

Insgesamt werde Seat bis zu 15 neue Modelle auf den Markt bringen. "Es gibt viele weiße Felder, die wir abdecken müssen. Wir investieren in acht neue Produkte. Das heißt, wir verdoppeln unser Portfolio. Bis 2012 werden es 13 bis 15 neue Fahrzeuge sein, da gehören allerdings auch Produktaufwertungen dazu."

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