Seat

Verhärtete Fronten

Foto: Seat

Die Verhandlungen zwischen der spanischen Volkswagen-Tochter Seat und den Gewerkschaften über den geplanten Abbau von knapp 1.350 Arbeitsplätzen sind gescheitert. Ein letztes Treffen sei am Sonntag (4.12.) nach drei Stunden ohne Ergebnis abgebrochen worden, teilten Verhandlungsführer beider Seiten in Barcelona mit.

Nach spanischem Recht muss nun ein Schlichter der katalanischen Regionalregierung eine Lösung finden. Dazu hat er zwei Wochen Zeit.

Am vergangenen Freitag noch schien eine Einigung zum Greifen nahe. Seat hatte sich bereit erklärt, die Zahl der geplanten Entlassungen fast zu halbieren, die Gewerkschaften hatten Zugeständnisse bei der Flexibilisierung der Arbeitszeiten gemacht. Die Verhandlungen seien aber letztendlich an der Forderung der Gewerkschaften nach einer Vorruhestandsregelung für Mitarbeiter schon ab 58 Jahren gescheitert, hieß es. Das Unternehmen habe dies als unbezahlbar abgelehnt.

Aus Protest gegen den Stellenabbau hatten die rund 15.000 Seat-Mitarbeiter innerhalb von drei Wochen zwei Mal für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Nun drohen im Januar neue Streiks. Die Unternehmensleitung kritisierte die harte Haltung der Gewerkschaften, zumal Volkswagen erst kürzlich zusätzliche Investitionen von 700 Millionen Euro angekündigt hatte, um Seat wieder auf Vordermann zu bringen.

Das Unternehmen begründet die geplanten Streichungen mit dem Absatzrückgang. Im Jahr 2000 hatte das Unternehmen noch 516.000 Fahrzeuge produziert. In diesem Jahr könnte diese Zahl auf 390.000 sinken. Infolge des rückläufigen Verkaufs habe Seat beim Personal einen Überhang von 1.400 Beschäftigten. Das Unternehmen hatte zunächst angeboten, die Arbeitszeiten und Löhne um zehn Prozent zu kürzen. Als die Gewerkschaften dies ablehnten, legte Seat seine Pläne für einen Abbau von Arbeitsplätzen vor.

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