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Wieder Streik

Foto: Seat

Der Arbeitskampf bei der spanischen Volkswagen-Tochter Seat hat sich zugespitzt. Aus Protest gegen die geplante Streichung von knapp 1.350 Stellen legten die Beschäftigten am Donnerstag (1.12.) zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen für 24 Stunden die Arbeit nieder. Der Streik sei massiv befolgt worden, teilten die Gewerkschaften mit.

Auf einem Protestmarsch in Barcelona warfen Tausende Seat-Mitarbeiter der Unternehmensführung zudem Unnachgiebigkeit und Arroganz vor. Demonstranten verbrannten eine Puppe, die den VW-Konzern darstellen sollte. Nach Angaben der Gewerkschaften beteiligten sich fast alle 15.000 Beschäftigten an der Kundgebung. Die Polizei sprach dagegen von rund 7.000 Teilnehmern.

Die Seat-Führung nannte den Streik "unverständlich", zumal Volkswagen erst am vergangenen Freitag zusätzliche Investitionen von 700 Millionen Euro angekündigt hatte, um Seat wieder auf Vordermann zu bringen. Streiks und die starre Haltung der Gewerkschaften bei den Verhandlungen über den Stellenabbau gefährdeten diese Investitionen, warnte das Unternehmen. Zudem drohte Seat, bislang gemachte Zugeständnisse bei der sozialen Abfederung der Entlassungen wieder rückgängig zu machen.

Das Unternehmen begründet die geplanten Streichungen mit dem Absatzrückgang. Im Jahr 2000 hatte das Unternehmen noch 516.000 Fahrzeuge produziert. In diesem Jahr könnte diese Zahl auf 390.000 sinken. Infolge des rückläufigen Verkaufs habe Seat beim Personal einen Überhang von 1.400 Beschäftigten. Das Unternehmen hatte zunächst angeboten, die Arbeitszeiten und Löhne um zehn Prozent zu kürzen. Als die Gewerkschaften dies ablehnten, legte Seat seine Pläne für einen Abbau von Arbeitsplätzen vor.

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