Sergio Marchionne neuer Fiat-Boss

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Update ++ Sergio Marchionne ist am Dienstag (1.6.) zum neuen Vorstandschef des Turiner Fiat-Konzerns ernannt worden. Der 52-Jährige tritt die Nachfolge von Giuseppe Morchio an, der am Wochenende überraschend von seinem Amt zurückgetreten war.

Bereits wenige Tage nach dem Tod von Fiat-Präsident Umberto Agnelli wurde bereits am Sonntagabend Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo zum neuen Präsidenten des angeschlagenen Unternehmens ernannt. John Philip Elkann (28), Enkel von Fiat-Patriarch Giovanni Agnelli, ist als neuer Vize-Präsident nominiert worden. Außerdem wurden Andrea Agnelli und Tiberto Ruy Brandolini d’Adda in den Verwaltungsrat bestellt.
Als Reaktion auf die Nominierungen reichte Vorstandschef Giuseppe Morchio seinen Rücktritt ein.

Umberto Agnelli war am späten Donnerstagabend im Alter von 69 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Er hatte erst Anfang vergangenen Jahres nach dem Tod seines Bruders Giovanni das Amt des Fiat-Präsidenten übernommen. In seinem Auftrag hatte Morchio einen neuen Sanierungsplan für das Traditionsunternehmen ausgearbeitet, der die disaströsen Finanzen der Gruppe wieder auf Kurs brachte.
Banken werden Fiat weiter unterstützen

Er habe seine Entscheidung zum Rücktritt mit Bedauern getroffen, könne aber fortan nicht mehr an dem Rettungsplan mitarbeiten, weil sich durch die Ernennungen des Verwaltungsrats die Bedingungen geändert hätten, begründete Morchio seinen Rücktritt.

Das Sanierer-Duo: Montezemolo und Marchionne

Marchionne, der als Sanierer bekannt und bereits als unabhängiger Berater für Fiat tätig ist, soll zusammen mit Montezemolo den angeschlagenen Konzern wieder auf Vordermann bringen. Der 56-jährige Montezemolo gilt als einer der erfolgreichsten italienischen Unternehmer und ist als Chef des Ferrari-Rennstalls mit dem mehrmaligen Weltmeister Michael Schumacher weltweit bekannt.

Erst in der vergangenen Woche hatte Montezemolo die Leitung des italienischen Industriellenverbands übernommen. Die italienischen Gläubigerbanken betonten bereits, dass sie Fiat auch in Zukunft weiter unterstützen wollen.

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