Shell baut auf Ölsand

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Der niederländisch-britische Erdölkonzern Shell will die Mehrheitsbeteiligung an seiner kanadischen Tochterfirma zur Alleinherrschaft ausbauen.

Die Royal Dutch Shell, die bereits 78 Prozent an Shell Canada hält, zeigte sich am Montag (23.10.) bereit, für die restlichen 22 Prozent 7,7 Milliarden kanadische Dollar (5,4 Milliarden Euro) zu zahlen. Das gelte allerdings nur für den Fall, dass der Vorstand von Shell Canada einverstanden ist.

Der Konzern in Den Haag wies auf die riesigen Ölsand-Vorräte in der kanadischen Provinz Alberta hin, an deren Ausbeutung Shell schon jetzt maßgeblich beteiligt ist. Obwohl die Herstellung von Rohöl aus Ölsanden teuer ist, sieht das Unternehmen in diesem Verfahren einen zentralen Pfeiler künftiger Ölgewinnung. Shell werde auch in Zukunft ein wichtiger Investor in Kanada sein, heißt es in der Mitteilung. Die vollständige Integration in den Konzern würde Shell Canada dessen Finanzierungsquellen öffnen und ein gemeinsames technologisches Vorgehen ermöglichen. Außerdem würden die Strukturen von Shell, das erst im vergangenen Jahr die britischen und die niederländischen Unternehmenshälften verschmolzen hat, noch mehr vereinfacht.

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