Shell

Millionen-Strafe für falsche Ölreserve-Schätzung

Der Ölkonzern Royal Dutch Shell muss wegen der Fehleinschätzung seiner Ölreserven 120 Millionen Dollar Strafe zahlen.

Wie das niederländisch-britische Unternehmen am Donnerstag (29.7.) in London mitteilte, verhängte die US-Börsenaufsicht SEC die Buße auf Grund einer Untersuchung der Krise vom Jahresbeginn. Shell hatte den Markt mit der Bekanntgabe in Aufregung versetzt, seine Öl- und Gasreserven seien um 20 Prozent geringer als gedacht. Anschließend musste der Ölmulti die Zahlen noch mehrfach nach unten korrigieren. Im Zuge der Krise trat unter anderem Konzernchef Philip Watts zurück.

Nettogewinn im zweiten Quartal verdoppelt

Die Strafe wurde bei Veröffentlichung der Quartalszahlen bekannt. Royal Dutch Shell konnte danach im zweiten Quartal den Nettogewinn deutlich steigern. Der Überschuss sei um 54 Prozent auf vier Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) geklettert, hieß es. Die Öl- und Gasproduktion sei um fünf Prozent gesunken. Bei dem gemeinsam mit BASF geführten Unternehmen Basell werde ein Verkauf von Anteilen geprüft.

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