Sicherheitszelle beim Volvo C 70

Zell-Kern

Foto: Volvo 3 Bilder

So viel Freude ein offenes Auto auch machen kann, bei einem Unfall ist es gegenüber einem Modell mit festem Metalldach im Nachteil. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es sich um einen Überschlag, einen Frontal-Anprall, eine seitliche Kollision oder einen Heck-Aufprall handelt.

Immer fehlt die versteifende Wirkung des Daches. Ein Cabriolet mit Stahl- oder Aluminium-Blechdach stellt in dieser Hinsicht übrigens keinen Unterschied dar, denn auch ein geschlossenes Klappdach bringt keine nennenswerte zusätzliche Steifigkeit für die Karosserie.

Volvo hat sich für den C 70 nun eine Menge einfallen lassen, um aus dem S 40 ein Cabrio mit dreiteiligem Blechdach zu machen, das Sicherheit auf ähnlich hohem Niveau bietet wie eine Limousine. Bis zur A-Säule konnte dazu die Struktur der Limousine übernommen werden, aber schon der Windschutzscheibenrahmen ist cabrioexklusiv: Er erhielt einen Versteifungsbügel, der unter Wasserdruck im so genannten Hydroforming gefertigt wird. Bei einem Überschlag soll dieses Rohr gemeinsam mit zwei aus dem Heck ausfahrbaren Bügeln die Passagiere schützen. Neu ist, dass die Überrollbügel auch ausfahren, wenn in das C 70-Heck ein anderes Auto mit mehr als 20 km/h einschlägt. Die Bügel versprechen in diesem Fall Schutz vor eventuell heranfliegenden Dachlasten des Unfallgegners. Dabei spielt es keine Rolle, ob das C 70-Dach geöffnet oder geschlossen ist.

Seitliche Kopfairbags mit doppelten Kammern

Tief hat Volvo darüber hinaus in die übrige Karosseriestruktur eingegriffen und Verstärkungen in Türen, Schwellern, den B-Säulenstümpfen und der Kofferraum-Schottwand integriert. Bei dem Frontalcrash leiten Aluminiumprofile in den Türoberkanten gemeinsam mit diagonal verlaufenden Stahlelementen die Belastungen in den hinteren Karosseriebereich weiter – stellvertretend für die Dachholme sozusagen. Beim Seitencrash greifen ebenfalls spezielle Profile ineinander, um den Passagieren Überlebensraum zu garantieren.

Seitliche Kopfairbags, die gemeinsam mit dem Zulieferer Autoliv entwickelt wurden und beim Crash aus der Türverkleidungsoberkante schnellen, helfen, das Kopfverletzungsrisiko gering zu halten. Der Clou dieser Luftsäcke sind ihre doppelten Kammern. Sie sind den üblichen einlagigen Airbags überlegen und machen den Bag steifer und durchschlagsicherer. Ein Seitencrash im volvoeigenen Sicherheitszentrum, bei dem ein Volvo XC 90 mit 50 km/h im rechten Winkel auf ein mit 25 km/h fahrendes C 70 Cabrio traf, zeigte, dass die Crash-Strukturen wirken. Trotz der Unfallschwere drang der SUV minimal in die Seite des offen gefahrenen Cabrios ein.

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