Sitzprobe Audi TT Sportback auf dem Autosalon Paris

Den CLA fest im Blick

Sitzprobe Audi TT Sportback Foto: Stefan Baldauf 34 Bilder

Mit dem TT Sportback stellt Audi einen attraktiven Konkurrenten für den Mercedes CLA auf die Messe. Passt ein Viersitzer zu den TT-Genen?

Da sind sich der Chefredakteur von auto motor und sport China und der deutsche schnell einig: Die Studie TT Sportback hat den "Haben-will-Faktor“. Das fahrerorientierte Cockpit leitet sich nahezu unverändert vom aktuellen TT ab, man sitzt sportlich tief und ist fasziniert von der dreidimensionalen Navigationsansicht, die die Konzeptstudie virtuell durch Paris fahren lässt. Es wäre jetzt auch nicht verkehrt, den Startknopf zu drücken und damit sofort aus der Messehalle 4 zu fahren.

Da das bei einer Messestudie natürlich nur ein Traum bleibt, wechseln wir stattdessen die Perspektive. Im Vergleich zum Mercedes CLA sitzt es sich im Fond des Audi TT Sportback etwas bequemer und luftiger. Trotz der sportlichen Form ist der viertürige TT keineswegs unpraktisch. Der Kofferraum fasst immerhin 350 Liter (bei umgeklappter Rückbank 859 Liter) und ist dank der großen Heckklappe gut zu beladen. Die Ladekante ist zwar deutlich höher, als man das von Audi gewohnt ist, aber der TT Sportback ist eben ein Sportwagen und kein Familienauto. Selbst nach dem 360-Grad-Blick findet sich kein Designdetail, was es zu kritisieren gäbe. Sorry Audi, aber das Auto müsst ihr einfach bringen.

Sitzprobe Audi TT Sportback
Das Virtual Cockpit von Audi 22 Sek.

Audi TT Sportback-Serienumsetzung wäre schnell machbar

Offizielle Aussage von Audi dazu: "Mit dem TT Sportback Concept haben wir nun die dritte Studie zu einem möglichen weiteren Modell der TT-Familie gezeigt. Eine davon wollen wir in Serie bringen“, sagt Chefentwickler Ulrich Hackenberg. Eigentlich war die Serienversion des im April in Peking gezeigten TT-SUV nach unseren Informationen bereits ausgemachte Sache. Aber wer die neueste Kreation von Chefdesigner Marc Lichte gesehen hat, der gerät ins Grübeln – und so geht es auch den Entscheidern bei Audi.

Technisch basiert die Audi TT Sportback-Studie, wie alle neuen TT, auf dem modularen Querbaukasten (MQB). Der Vorderwagen ist komplett aus klassischem Stahl gefertigt, während in der Fahrgastzelle deutlich leichtere hochfeste Stähle zum Einsatz kommen, die geringere Wandstärken benötigen. Für zusätzliche Gewichtsreduzierung beim Fahrwerk sorgen Aluminium-Komponenten. Insgesamt wiegt der Audi TT Sportback lediglich 1.460 Kilogramm. Mit einer Länge von 4,47 Metern überragt die Studie das aktuelle Coupé in der Länge um 29 und in der Breite um sechs Zentimeter, ist aber etwas niedriger (minus drei Zentimeter). Den stämmigen Eindruck des Sportback unterstreichen 21 Zoll große Aluräder, der breiter gestaltete Single-Frame-Grill und die flachen einteiligen Rückleuchten.

Angetrieben wird der sportliche Viertürer von einem aufgeladenen Zweiliter-Vierzylinder mit 400 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 450 Nm, und den Sprint von null auf 100 km/h erledigt er in 3,9 Sekunden. Trotz dieser beeindruckenden Daten soll der modifizierte 2.0 TFSI im Normzyklus mit sieben Litern auf 100 Kilometer auskommen. Um diese Leistung zu ermöglichen, musste der Motor zwar an der einen oder anderen Stelle modifiziert werden, aber technisch wäre eine Serienversion des Audi TT Sportback schnell realisierbar. "Die Umsetzung wäre innerhalb von etwa zwei Jahren möglich“, sagt Entwicklungschef Hackenberg. Dem Serienauto würde er lediglich einen zweiten, in der Mitte des Armaturenbretts platzierten Bildschirm spendieren, wie es bei den Audi-Limousinen üblich ist.

Bleibt die Frage, wie viele Mitglieder eine TT-Modellfamilie vertragen würde. Vielleicht bleibt der SUV ja doch kein Einzelkind.

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