Toyota Prius Plus
Sitzprobe auf der IAA 2011 in Frankfurt - Henning Busse im Toyota Prius Plus
Sitzprobe auf der IAA 2011 in Frankfurt - Henning Busse im Toyota Prius Plus
0111, Toyota Prius V, Glaspanoramadach
Sitzprobe auf der IAA 2011 in Frankfurt - Henning Busse im Toyota Prius Plus 34 Bilder

Sitzprobe im Toyota Prius+ auf der IAA

Van mit Hybridantrieb ab 29.900 Euro

Der Toyota Prius bekommt Zuwachs: Jetzt wird aus dem Hybridmodell auch noch ein Van für sieben. Er wird ab 29.900 Euro kosten. Das Konzept kann sich durchaus sehen lassen.

Für Toyota ist der Prius ein Erfolg, weltweit wurden bislang über 2,3 Millionen Fahrzeuge von dem Hybridmodell verkauft. Und die Erfolgsgeschichte soll nun weitergehen, indem die Japaner eine Familie um das Auto herumstricken. Drei Modelle soll die Baureihe umfassen - unter anderem auch einen Van.

Toyota Prius +
37 Sek.

Der Prius+, der in der ersten Jahreshälfte 2012 auf den Markt kommt, ist auf den ersten Blick als Prius zu erkennen. Das Design geht hier keine neuen Wege. Doch das Auto ist 155 Millimeter länger, 30 Millimeter breiter, 85 Millimeter höher und der Radstand ist um 80 Millimeter gewachsen. Das schafft Platz für sieben Sitzplätze im Fahrzeug. Die Familie dürfte das freuen, zumal sie ausreichend Platz vorfindet - selbst in der letzten Sitzreihe. Mit kompletter Bestuhlung ist zwar das Kofferraumvolumen eingeschränkt, doch es bleiben immer noch 200 Liter übrig, das reicht zumindest für das Nötigste. Wer die letzte Sitzreihe nicht benötigt, kann sie umklappen und vergrößert den Stauraum auf 505 Liter.

Toyota Prius+ als Van auf der IAA 2011

Die dritte Sitzreihe wurde dank eines neuen Lithium-Ionen-Batteriepakets möglich, das sich wegen seiner kompakten Abmessungen zum Einbau unter der Mittelkonsole, zwischen Fahrer und Beifahrer, eignet. Das fällt kaum auf, die Konsole wirkt nicht wie ein Fremdkörper im Van. Ohnehin wurde von den Toyota-Ingenieuren viel Wert auf Komfort gelegt. Die Sitze fallen bequem aus, selbst große Menschen haben ausreichend Platz und auch an einer guten Übersichtlichkeit für alle Insassen wurde gedacht, indem man die Sitzhöhe jeder Reihe gegenüber der Reihe davor um 45 Millimeter anhob. Kopf- und Beinfreiheit leiden dadurch nicht. Für ein gutes Raumgefühl sorgt dazu noch das große Panorama-Sonnendach.

Das Konzept des Toyota Prius+ kann sich sehen lassen. Allerdings gibt es auch ein paar Dinge zu bemängeln. Das Interieur könnte mehr Frische vertragen, es kommt ein wenig zu trist daher. Dann ist da noch das mittige Cockpit-Display. Es wirkt mit den ganzen Anzeigen überladen. Daran muss sich der Fahrer erst gewöhnen, zumal er auch Informationen zum Fahrbetrieb über die Multimedia-Einheit unterhalb des Cockpits geliefert bekommt. Gut ist dagegen, dass es ein Head-Up-Display gibt, das dem Fahrer die wesentlichen Informationen im Sichtfeld liefert.

136 PS Systemleistung im Hybrid-Van

Die Mängel sind keine echten Gründe für den Kaufverzicht. Das sind allenfalls Kleinigkeiten, wenn man sich das Konzept aus variablem Innenraum und einem Hybridantrieb vor Augen hält.

Der Antrieb ist der gleiche wie im normalen Prius. Er setzt sich aus einem 1,8 Liter großen Benziner mit 73 kW und einem 60 kW starken Elektromotor zusammen. Die Gesamt-Systemleistung liegt bei 136 PS. Nur 4,3 Liter auf 100 Kilometer soll der Toyota Prius+ verbrauchen und einen CO2-Ausstoß von 99 Gramm/km aufweisen - was ohne Frage einen Bestwert in dieser Fahrzeugklasse darstellt.

Zwei Kilometer rein elektrisch mit dem Toyota Prius+

Wie im normalen Prius bietet der Van drei verschiedene Fahrmodi: Im EV-Modus fährt das Auto bis zu zwei Kilometer ausschließlich elektrisch. Der Eco-Modus unterstützt eine verbrauchsarme Fahrweise durch elektronische Eingriffe. Im Power-Modus dagegen stehen dynamische Fahrleistungen im Vordergrund.

Toyota will von dem Auto 18.000 Einheiten pro Jahr in Europa absetzen. Das könnte sogar klappen. Die Kompaktvan-Variante des Hybridmodells startet am 16. Juni zu Preisen ab 29.900 Euro.

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