Sitzprobe in der Mercedes B-Klasse auf der IAA

Die Sitzposition bleibt hoch

Sitzprobe auf der IAA 2011 in Frankfurt - Birgit Priemer in der Mercedes B-Klasse Foto: SB-Medien 26 Bilder

Die neue Mercedes B-Klasse ist erster Vertreter einer neuen Plattform, die Mercedes für das Kompaktsegment entwickelt hat. Wir haben schon darin gesessen.

Die Mercedes B-Klasse steht auf der IAA 2011 im ersten Stock der riesigen Festhalle - dort, wo Mercedes all seine Neuheiten wie die M-Klasse und den F125 ausgestellt hat. Doch es steht nicht nur eine Variante der B-Klasse dort. Es werden auch gleich Ableger im Look eines Fahrschulautos und eines Taxis gezeigt - und die für 2014 vorgesehene E-Version mit Range Extender in Form des Mercedes B-Klasse E-Cell.

Mercedes B-Klasse IAA
Mercedes B-Klasse Vorstellung (IAA 2011) 1:12 Min.

Sitzt man noch so hoch?

Ich bin richtig neugierig, wie man jetzt in der Mercedes B-Klasse sitzt. Im Gegensatz zum Vorgänger ist der doppelte Boden nämlich entfallen. Der Kompaktvan baut jetzt auf einer konventionellen Fronantriebsplattform auf, und so konnte die Sitzhöhe um neun Zentimeter verringert werden. Doch am Raumgefühl hat sich dadurch wenig geändert. Fahrer und Beifahrer sitzen nach wie vor vergleichsweise hoch, genießen einen einfachen Einstieg und eine gute Rundumsicht - aber leider auch immer noch den vantypisch großen Vorbau.

In Sachen Verarbeitungsqualität hat die Mercedes B-Klasse einen großen Sprung gemacht - alles wirkt hochwertig und liegt bei der Bedienung satt in der Hand. Die Armaturentafel wird von insgesamt fünf Lüftungsdüsen geprägt, die alle im Turbinenlook ausgeführt ist, wie wir es bereits aus dem Mercedes SLS kennen. Die Klimaeinheit ist tief unten im Mittelbau angeordnet, rechts vom Fahrer findet sich wie immer der bekannte Dreh-Drücksteller. Neu ist der Bildschirm im iPad-Stil, den es in zwei Größen geben wird und der dem Interieur der früher als altbacken geltenden Mercedes B-Klasse einen richtigen Schuss Modernität gibt.

Mercedes B-Klasse mit zwei Glasdächern im Dach

Sie kosten Aufpreis, und sie machen das Auto schwerer, was Verbrauch kostet, aber sie sorgen auch für einen lichtdurchfluteten Innenraum der Mercedes B-Klasse - die Glasdächer im Dach. Sie bringen im Messescheinwerferlicht auch das warme Braun der Lederausführung deutlich zur Geltung. Das Dach fällt nach hinten leicht coupéartig ab, was aber dem guten Raumangebot im Fond keinen Abbruch tut. Die Rücksitzbank ist mit wenigen Handgriffen umgelegt, die niedrige Ladekante erleichtert es, den Wochenendeinkauf ins Gepäckabteil zu wuchten.

Viele Assistenzsysteme

Dabei ist man mit der Mercedes B-Klasse immer sicher unterwegs: Es gibt eine radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, Fahrlicht-Assistent, Berg-Anfahrhilfe, Verkehrsschild-Erkennung und und und. Wer auf Nummer sicher gehen will, liegt mit der zweiten Generation der Mercedes B-Klasse nicht falsch. Platz, soviel steht nach der ersten Sitzprobe fest, gibt es auf jeden Fall in Hülle und Fülle.

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