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Sitzprobe Jaguar XE

Zu fünft wird es ungemütlich

Der neue Jaguar XE ist eben erst präsentiert worden, schon durften wir in dem neuen Mittelklässler Platz nehmen. Ein komplett neuer Jaguar, ein komplett neuer Stil? Weit gefehlt, denn bei der ersten Begegnung mit dem XE fühlt man sich an den größeren XF erinnert, der bereits 2007 debütierte.

Jaguar XE wirkt kraftvoller und sportlicher als der XF

Designchef Ian Callum weiß eben ganz genau, wie weit er sich von gängigen Standards absetzen kann: "Unsere Autos dürfen zehn Prozent spezieller sein und aussehen als die anderen, aber nicht wie von einem anderen Stern." Das Ergebnis gibt ihm recht: Mit seinen knapperen Außenmaßen (Länge 4.665 mm, Breite 1.850 mm, Höhe 1.416 mm) wirkt der neue Jaguar XE (>>> zur Neuvorstellung) kraftvoller und sportlicher als der XF, kommt ohne sinnfreien Zierrat aus und zeigt gerade in seiner straffen Klarheit eine enorme Präsenz.

Das gilt besonders für den gezeigten S-Trimm mit bis zu 20 Zoll großen Alufelgen, größeren Lufteinlässen vorn, Spoilerlippe am Heck und schwarzen Fensterrahmen, der in Kombination mit dem 340 PS starken Dreiliter-V6-Kompressormotor serienmäßig ist. Passend dazu präsentiert sich das hochwertige Interieur in Klavierlack, Alublenden und coolem Schwarz oder feurigem Rot, wahlweise aber auch ganz klassisch mit Chrom, Holz und hellem Leder.

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Das ist der neue Jaguar XE
1:09 Min.

Geborgenheit statt Weite

Der erste Eindruck vom Innenraum erinnert an den Sportwagen F-Type: lange Fronthaube, flache Windschutzscheibe, breite Mittelkonsole, tiefe, etwas nach hinten gerückte Sitzposition. Obwohl das Raumgefühl eher Geborgenheit als Weite und Ausblick vermittelt, reicht das Platzangebot bequem für vier Erwachsene, erst mit einem weiteren Mitfahrer in Fondmitte wird es ungemütlich. Verantwortlich dafür ist neben dem langen Radstand - 10 Zentimeter mehr als beim BMW 3er - auch die nicht zu früh ins stämmige Heck abgleitende Dachlinie.

Die Rundinstrumente und der zentrale Farbbildschirm liegen gut im Blick, die sinnvoll platzierten Bedienelemente in Reichweite des Fahrers. Klimatisierung, Sitze und Fahrwerk lassen sich per Tasten direkt einstellen, Infotainment und sonstige Funktionen entweder per acht Zoll großem Touchscreen, am Lenkrad oder per Spracheingabe. Als Extras stehen ein Head-up-Display und ein Meridian-Soundsystem zur Wahl.

Nicht nur schön, sondern auch praktisch

Bei allen Benzinern gehört eine Achtgang-Automatik zu Grundausstattung, deren Fahrprogramme über den beim Start ausfahrenden Drehregler in der Mittelkonsole gesteuert werden. Gegen Mehrpreis gibt es sie auch für die Modelle mit Vierzylinder-Diesel, doch erstmals seit vielen Jahren bei Jaguar sitzt dort in der Basis des neuen Jaguar XE ein klassischer Schalthebel für das serienmäßige Sechsganggetriebe. Sogar Stoffbezüge sind wieder zu haben, und für sperriges Gepäck kann man die Rücksitzlehnen im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Der neue Mittelklasse-Jaguar ist eben nicht nur ein schönes, sondern auch ein schön praktisches Auto.

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