Sitzprobe Mercedes-AMG GT

Eine halbe Nummer kleiner

Sitzprobe Mercedes AMG GT Foto: Dirk Weyhenmeyer / Daimler 61 Bilder

Na ja, ein echter SLS-Nachfolger ist er ja nicht, der GT von AMG, aber immerhin der zweite, selbst entwickelte Sportwagen der Mercedes-Division. Also doch irgendwie ein Nachfolger. Wie auch immer, sport auto nahm schon mal Platz in dem bis zu 510 PS starken Zweitürer.

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Jetzt fallen also endlich die Hüllen. Obwohl längst klar war, dass Mercedes AMG diesmal auf die spektakulären Flügeltüren verzichtet, könnte das Interesse am GT kaum größer sein - weil er kleiner ist, ein bisschen zumindest. Mit 4,55 Meter Länge fällt der Mercedes-AMG GT neun Zentimeter kürzer aus als der SLS, rückt so näher an den Porsche 911.

Mercedes-AMG GT mit üppiger Mittelkonsole

Allerdings macht sich der neue AMG-Sportler auf der Straße genau so breit wie der Flügeltürer, weshalb das Raumgefühl ähnlich ausfällt. Das beginnt bereits beim Einstieg über den recht breiten Schweller, dann plumpst man in eine enge Sitznische, begrenzt von der üppigen Mittelkonsole. Doch die Enge ist vorwiegend subjektiv, Platz findet sich tatsächlich in ausreichendem Maße.

Tief sitzt man also hinter dem unten leicht angeditschten Sportlenkrad und blickt auf die in tiefen Höhlen angeordneten Rundinstrumente - ein Stilmerkmal, das Daimler-Designchef gerne "Tuben" nennt und für ebenso unverzichtbar hält wie die massiven, runden Lüftungsdüsen im so genannten Aviation-Design. SLS-Fahrer werden sich hier jedenfalls nicht verirren, freuen sich vielleicht sogar über das ausgefallenere Design der Mittelkonsole, das an die so genannten NACA-Lufteinlässe aus dem US-Rennsport erinnern soll.

Jedenfalls lassen weder Sitzposition noch die zahlreichen Einstellmöglichkeiten für Fahrwerk, Gasannahme und Regelelektronik Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Mercedes-AMG GT aufkommen, ein Blick auf die Technischen Daten ohnehin nicht (4,0-Liter-V8 mit 462 PS, als S-Variante 510 PS, in 4,0 respektive 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, aber das wussten Sie ja sicher bereits alles). Ausprobieren dürfen wir den Mercedes-AMG GT allerdings erst in ein paar Wochen. Also bleiben wir noch ein bisschen sitzen und freuen uns, dass endlich die Hüllen gefallen sind.

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